Der Neue Wiesentbote

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Größtes Sportereignis der Region: der 10. Fränkische-Schweiz-Marathon

Datum: Dienstag, 08. September 2009, 15:58

"Hopp, Toni, go! go!! go!!!" - Der Fränkische-Schweiz-Marathon als Familien-Event

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FRÄNKISCHE SCHWEIZ (ad) - Über 2000 Läufer, überwiegend aus Nordbayern, 394 aus der Fränkischen Schweiz. Tausende von Besuchern. Zahlreiche Feste am Streckenrand. Super-Laufwetter. Und: "autofreier Sonntag", ein einmaliges Erlebnis. Der FS-Marathon hat in all den Jahren nichts von seiner Attraktivität verloren, eher zugelegt. Mit einer derartigen Veranstaltung können sich nicht nur Sportler identifizieren, hier stimmt einfach alles: Atmosphäre, Landschaft, das ganze Drumherum.

Traumhafte Landschaft

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Tja, das Drumherum. Das kann man in diesem Falle wörtlich nehmen, dank autofreiem Sonntag erreicht man die Strecken-Veranstaltungen nicht über die Straße, sondern eben indem man "drumherum" fährt: Die mittlerweile gut ausgebauten Fahrradwege entlang des Wiesenttales machen es leicht. Nur an diesem Tag erlebt man diese himmlische Ruhe, die durch die Abwesenheit jeglicher Motorisierung entsteht (ok, die Dampfbahn nehmen wir mal aus). Auf schmalen Wegen, zwischen abgeernteten Feldern, grünen Wiesen, hochgeschossenen Maisfeldern, inmitten leicht herbstlich gefärbter Vegetation fährt man gemütlich und ohne Anstrengung durch das Tal. Traumhaft! Da merkt man auch als Einheimischer mal wieder, warum andere hier Urlaub machen.

Exotik in Streitberg

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Seit Jahren *die* Attraktion in Streitberg: Zwei Sambatänzerinnen in farbenprächtigen Kostümen zaubern einen Hauch Exotik (oder war es Erotik?) in die Landschaft. Die Läufer sind sichtlich begeistert von der unkonventionellen Unterstützung und "high-fiven" die Tänzerinnen. Die übrigens mit absoluter Gewissheit die meistfotografierten Motive an diesem Tag und an diesem Ort sind. Leut, gebts zu. Was wären die Tänzerinnen ohne Samba? Zur Unterstützung dient eine Trommelgruppe, die ordentlich reinhaut. Da brauchen die Moderatoren schon eine gute Sprechanlage, die sich an diesem Tag aber offenbar mit der Übertragungsanlage der Feuerwehr um die Frequenzhoheit streitet: Immer wenn ein Feuerwehrmann in der Nähe ist, fällt die Anlage aus. Schön, wenn mal alles nicht sooo perfekt ist.

Unterhaltung pur

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Stichwort Moderatoren. Durch Einbeziehung von "Lokalmatadoren" wie Bernhard "Heizer" Lauger oder dem netten Moderator in Streitberg dessen Namen ich bedauerlicherweise vergessen habe (Peter Lassner, der andere nicht minder nette Moderator hat sich dankenswerterweise gemeldet und mitgeteilt dass es ein gewisser "Christoph" gewesen sei. Ok ...) hat auch die Moderation in den letzten Jahren deutlich zugelegt. Waren die Kommentare anfangs fast rein sportlich orientiert, so ist der Unterhaltungswert mittlerweile deutlich gestiegen: Die fränkischen Läufer und die Moderatoren kennen sich meist persönlich, und so werden die nüchternen sportlichen Daten mit Anekdoten und viel Lokalkolorit gewürzt. Da hören auch Nicht-Sportler gerne zu.

Kulinarisches

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Auf dem Weg von Streitberg nach Ebermannstadt landen wir in Gasseldorf, wo sich mittlerweile ein große Anzahl von Radfahrern eingefunden hat: Der Radweg von Ebermannstadt endet genau am Straßenfest. Auch hier gibt es eine jährliche Attraktion, die man keinesfalls verpassen sollte: Das Kuchenbüffet. Der Traum eines jeden Kuchen- und Torten-Liebhabers! Allein der Anblick der kulinarischen Kunstwerke lässt einen schwach werden. Leider ist die Aufnahmefähigkeit begrenzt, wenn man noch weiter 'rumfahren will, aber ein Stückchen geht immer. Ebenfalls erwähnenswert: Die freundlichen & fröhlichen Damen am Kaffee- und Kuchenstand. Nächstes Jahr gerne wieder!

Messe in der Innenstadt

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Die Altstadt von Ebermannstadt ist Schauplatz einer Marathonmesse, und dort werden auch die Teilnehmer verpflegt. Dementsprechend ist der Marktplatz gut gefüllt, die Stimmung gleicht einem Volksfest. Auf dem Weg zum Marktplatz kommen wir an einem Skike-Infostand vorbei. "Skike"?? Das Kunstwort ist eine Zusammenziehung aus "Skaten" und "Biken" und steht für eine Sportart, die - wenn man den Trainern glauben will - die derzeit angesagte Trendsportart ist. Kann gut sein, denn anders als die Inline-Skates eignen sich die Skikes auch für unbefestigte Wege, und davon hat die Fränkische Schweiz genug.

Ein Geheimtipp etabliert sich

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Abschluss unserer kleinen Tour ist wie jedes Jahr in Rüssenbach. Das Straßenfest direkt an der B470 ist längst kein Geheimtipp mehr, die charakteristische kleine blaue Zeltstadt ist eines der beliebtesten Ausfugsziele. Die Rüssenbacher geben sich große Mühe, das kulinarische Angebot über das übliche Mittelmaß anzuheben, mit tatkräftiger Unterstützung des Küchenchefs vom "Goldnen Stern" in Muggendorf. Dieses Jahr gabs Schwein vom Spieß mit Sauerkraut und Klöß, zu einem wahrhaft zivilen Preis von sechs Euro fuffzich. Der Ansturm war enorm, derartiges habe man noch nicht erlebt, so das Küchenteam. Dementsprechend war kurz nach Mittag das Schwein ("Des wor fei a Riesn-Sau! Echd!") bereits deutlich abgemagert, und auch das Sauerkraut wurde knapp.

Doping!

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Wie immer darf auch ein Verweis auf das Dopingmittel der Rüssenbacher Skater-Mannschaft "Hoddn Doddn" nicht fehlen. Das einzigartige psychedelische Getränk erinnert an einen Likör, hat aber die Durchschlagskraft eines ordentlichen Schnapses. Die Rede ist vom legendären Honig-Schnaps, dessen freundlich gelbe Farbe auch für einen optischen Genuss sorgt. Für die Rüssenbacher Fans: Hier gibts das Foto als Bildschirmhintergrund zum Download.

Die Hoddn Doddn

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Wenn wir schon von den Hoddn Doddn reden: Die legendäre Skater-Truppe kracht jedes Jahr mit neuen, fantasievollen Verkleidungen auf (dieses Jahr gabs sogar angeblich eine Sonder-Ehrung dafür), komplett mit fahrbarer Tankstelle. Dieses Jahr traten sie als Football-Team inklusive Cheerleadern an den Start. Trupps wie die Hoddn Doddn tragen viel zur familiären Atmosphäre dieses einzigartigen Marathons bei. Mögen sie uns noch lange erhalten bleiben.

Über den Tälern herrscht Ruh' ...

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Abschließend sei nochmals erwähnt dass so ein autofreier Sonntag schon eine feine Sache ist. Tausende von Radfahrern aller Altersgruppen waren auf der ansonsten dicht befahrenen Straße unterwegs, und die absolute Ruhe über dem Tal ist ein einmaliges Erlebnis. Die gelegentlichen Feuerwehr- oder THW-Autos waren schon von weitem als "akustische Fremdkörper" wahrzunehmen. Hier zeigt sich deutlich wieviel Lärm wir im Alltag ertragen müssen und dass es sich durchaus lohnt, immer wieder für mehr Lärmschutz einzutreten.

War da noch was?

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Ach ja, die Ergebnisse. Der hoch favorisierte Andrew Kipchirir Sitienei aus Kenia musste wegen einer Zerrung kurz vor dem Ziel aufgeben, und so konnte Vorjahressieger Marek Wasilewski den Marathon nun bereits zum 5. Mal gewinnen. Zweiter Sieger wurde Marco Diehl vom TSV Friedberg-Fauerbach, bei den Damen siegte Eva Scheu vom Team Bock. Im Bild: Franz Stein, der Vorstand des Pretzfelder Sportvereins, beim Einlauf ins Ziel. Alle Ergebnisse finden Sie wie immer auf www.fs-marathon.de.