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Blasiussegen, Kerzendemo, Candlelight-Dinner - Zum symbolischen Umgang mit Feuer und Licht - Vortrag im Fränkische Schweiz-Museum am Mittwoch, 9.9.09

Datum: Montag, 07. September 2009, 17:16

POTTENSTEIN (pm) - Licht und Wärme sind Lebenselexiere. In der dunklen Jahreszeit tut es gut, eine Kerze zu entzünden oder den Flammen im Kamin zuzuschauen; im Sommer sitzen wir gerne am Lagerfeuer im Freien. Dabei werden andere Saiten in uns angeschlagen als beim Aufdrehen eines Heizkörpers oder beim Betätigen eines Lichtschalters.

Was steckt dahinter, wenn wir im Herbst einen „Rübengeist“ auf das Fensterbrett stellen oder zu Weihnachten, Neujahr, Karneval, Ostern oder Pfingsten Feuerräder die Berge herabrollen lassen? Was bedeutet es, wenn wir am 2. Februar den Blasiussegen empfangen, oder wenn sich Verliebte beim Candle-Light-Dinner gegenüber sitzen? Warum flambieren wir Speisen? Warum veranstalten wir Kerzen-Demonstrationen, organisieren Lichterschwemmen, entfachen das Olympische Feuer, schmücken zu Allerheiligen die Gräber unserer Verstorbenen oder laden zu einer Lichterstube ein?

Im Rahmen der Ausstellung „Feuer – Fluch & Segen“ im Fränkische-Schweiz-Museums Tüchersfeld beantwortet Frau Prof. Dr. Heidrun Alzheimer, Universität Bamberg, nicht nur diese Fragen. Sie zeigt auch auf, dass unsere Vorfahren mit Feuer nicht böse Geister vertreiben wollten, sondern Feld- und Gartenabfälle aus der Bach- und Brunnenreinigung beseitigen und sich vor Erfindung der modernen Telekommunikation mit Feuerzeichen auch über große Distanzen hinweg verständigen mussten.

Der Vortrag findet im Pfarrsaal von Tüchersfeld (gleich neben der Kirche) statt. Er beginnt um 19.30. Als Unkostenbeitrag werden 2,50 € erhoben.


Weitere Informationen unter www.fsmt.de
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