Berichte: Soroptimisten informieren sich über Palliativmedizin
Datum: Sonntag, 16. August 2009, 21:12Rubrik: Gesundheit
FORCHHEIM (pm) - Frau Dr. Katharina Schneider, Internistin am Klinikum Fränkischen Schweiz in Ebermannstadt, hielt auf Einladung des Clubs Soroptimist Forchheim-Kaiserpfalz einen Vortrag über „Palliativmedizin - die Behandlung unheilbar erkrankter Menschen – ein medizinisches Teilgebiet im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ethik“.
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Bereits im Jahre 2003, als sie als junge Assistenzärztin in einem Krankenhaus mit hämatoonkologischem Schwerpunkt arbeitete, sammelte sie erste Erfahrungen auf einer Palliativstation. Dort hat sie dieses Arbeitsgebiet sehr zu schätzen gelernt, hat medizinisch genau das wiedergefunden, was sie sich schon immer vorgestellt hatte: nämlich die ganzheitliche Betrachtung des Patienten.
In Deutschland ist die Palliativmedizin ein noch junges Gebiet. Nach ersten zaghaften Vorstößen in den 70ger Jahren beginnt die eigentliche Entwicklung erst Ende der 80ger Jahre. Den Landkreis Forchheim könnte man gewissermaßen als einen „weissen Fleck“ auf der Landkarte bezeichnen, da es hier bislang gar keine palliativmedizinische Einrichtung gab. Viel Entwicklungsarbeit ist notwendig, sagte Frau Dr. Schneider.
Die Palliativmedizin wird immer noch häufig als „Luxus-Disziplin“ betrachtet. Der Patient braucht sehr viel menschliche Zuwendung und weniger apperative Methoden, was einen hohen personellen Aufwand bedeutet. Die Palliativmedizin erfüllt damit jedoch einige von uns in letzter Zeit immer häufiger eingeforderte ethische Ansprüche.
Das Wort Palliativmedizin leitet sich vom lateinischen Wort „Pallium“, Mantel, ab. Die Palliativmedizin soll den Patienten „wie ein Mantel“ umhüllen und schützen. In der Regel ist der Patient nicht mehr heilbar, es geht daher bei der Behandlung primär um die Gewährleistung einer möglichst guten Lebensqualität. Die verbleibende Zeit soll gut gelebt werden können.
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