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Berichte: Wundstarrkrampf (Tetanus) - Gefahr droht besonders bei Bagatellverletzungen

Datum: Freitag, 29. Mai 2009, 20:56
Rubrik: Gesundheit

BAMBERG (pm) - Wundstarrkrampf (Tetanus) ist in Europa aufgrund hoher Impfraten im Gegensatz zu früher wesentlich seltener geworden. Es ist aber immer noch eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten unserer Zeit. Pro Jahr gibt es durchschnittlich 15 Akutfälle in Deutschland. Trotz modernster medizinischer Maßnahmen stirbt etwa ein Viertel aller Patienten.

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Nur eine Schutzimpfung kann eine Erkrankung sicher verhindern. „Die Standardimpfung sollte bereits bei Kleinkindern erfolgen, bevorzugt als sinnvolle Kombinationsimpfung“, so Peter Weber, Direktor von der AOK Bamberg. Im Erwachsenenalter sei alle zehn Jahre eine Auffrischungsimpfung ratsam. Hier wird vorrangig die Kombination mit Diphtherie eingesetzt. Die Impfungen nimmt in der Regel der Kinder- bzw. Hausarzt vor. Die Kosten trägt die Krankenkasse, Praxisgebühr fällt keine an.

Die Erkrankung verursacht ein Bakterium, das ein Nervengift produzieren kann und sehr umweltresistente Sporen bildet. Diese leben ohne Sauerstoff überall in der Erde. Meist gelangt der Erreger durch verschmutzte Wunden in den Körper. Gefahr droht deshalb insbesondere bei Stich-, Schnitt- und Schürfwunden, die man sich zum Beispiel bei Gartenarbeiten zugezogen hat. Sie sind besonders infektionsgefährdet. Deshalb ist zu empfehlen, Wunden sofort zu reinigen, zu desinfizieren und durch ein Pflaster vor weiteren Infektionen zu schützen. Ungeimpfte Personen oder Personen mit unklarem Impfschutz sollten bei einer Verletzung sofort einen Arzt aufsuchen. Weitere Informationen zum Thema Impfen gibt es im Internet unter www.aok.de/bay < Vorsorge oder bei jeder AOK-Geschäftsstelle.

Empfehlung des Robert-Koch-Instituts

Die ständige Impfkommission des Robert-Koch-Institutes empfiehlt eine Impfung gegen Tetanus generell für alle ungeimpften Menschen. Als ungeimpft gilt, wer zum Zeitpunkt einer Verletzung keinen Tetanusschutz eindeutig nachweisen kann. Im Zweifelsfall wird der Betreffende zu seinem Schutz geimpft. Neuere Studien haben ergeben, dass Mehrfachimpfungen keine Gefahr für die zu impfende Person darstellen. Im Falle einer Verletzung wird immer dann eine Auffrischung durchgeführt, wenn die letzte Impfung länger als fünf Jahre zurückliegt.

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