Der Neue Wiesentbote

Die Online-Zeitung für die Fränkische Schweiz

www.wiesentbote.de

Offener Brief: Antwort des Freie Wähler Ortsverbandes Forchheim

Datum: Mittwoch, 25. Februar 2009, 11:38

Als Antwort auf den offenen Brief des CSU-Ortsvorsitzenden:

Herr Schönfelder (CSU),

wir blockieren weder eine Gewerbeansiedlung am Rittigfeld nach im Pfaffensee. Siehe dazu unseren Antrag zur kommenden Stadtratssitzung. Ihr Vorwurf hinsichtlich der Gewerbesteuer ist also absurd. Was wir allerdings nicht wollen ist ein Bebauungsplan Rittigfeld, welcher die Wohn- und Lebensqualität eines ganzen, sehr nahe gelegenen Ortsteils zerstört. Im Rittigfeld ist also eine kleinteilige, verträgliche Gewerbeansiedlung gefragt. Im Pfaffensee hingegen ist Platz für lärmintensive Großbetriebe.

Die kostengünstige Erschließung des im Flächennutzungsplanes als Wohngebiet festgesetzten Areals Stampfäckers wäre eben gerade durch den momentanen Bebauungsplanentwurfes für das Rittigfeld hinfällig. Dies kann der geneigte Leser selbst nachprüfen, indem er die bis 23. Februar laufende öffentliche Auslegung nutzt und die Stellungnahme der Abt. Immissionsschutz des Landratsamtes liest. Zwischenzeitlich wurden im Rittigfeld sogar noch höhere Lärmgrenzwerte festgesetzt, mit den entsprechenden Auswirkungen auf die geplanten Wohngebiete Point- und Stampfäcker und vor allem auf die bestehende Wohnbebauung.

Ihr Argument von einem möglichen Vereinssponsor ist an Ärmlichkeit kaum noch zu überbieten. Aus Unkenntnis über die Kersbacher Vereine ist Ihnen anscheinend entgangen, dass sich gerade mehrere Vereinsvorsitzende sehr deutlich gegen dieses Vorhaben öffentlich zu Wort gemeldet haben.

Der o.g. Antrag der Freien Wähler bietet allen die Chance aus der momentanen Situation gut herauszukommen. Sollten Sie, Herr Schönfelder allerdings weiter an Ihrer Verleumdung ("Unter die Gürtellinie gehenden Angriffe gegenüber einem möglichen Investor") festhalten, werden Sie die Konsequenzen dafür zu tragen haben. Denn unabhängige Beobachter der Bürgerversammlung haben allesamt attestiert, dass es zwar hart aber nicht unfair zugegangen ist!

Ludwig A. Preusch
FW - Freie Wähler Forchheim in der Stadt Forchheim