Faschingstreiben endete mit zahlreichen Verletzten
FORCHHEIM. Acht Verletzte waren am Sonntagabend im Zusammenhang mit dem Faschingstreiben im Forchheimer Stadtgebiet zu beklagen. Nachdem der Faschingsumzug der Siedlergemeinschaft Lichteneiche störungsfrei verlaufen war, kam es beim Ausklang zu zahlreichen Sicherheitsstörungen.
Brennpunkt war hier eine Veranstaltung in der Jahn-Kulturhalle. Unter die friedlichen Gäste hatten sich heuer einige deutlich alkoholisierte Halbstarke gemischt, die es auf Randale abgesehen hatten. Der Verantwortliche hatte die Veranstaltung weder beim Ordnungsamt der Stadt Forchheim angemeldet, noch waren ausreichend Ordner eingesetzt. Bereits um 16:50 Uhr waren dort drei Streifen der Polizeiinspektion Forchheim im Einsatz, um Auseinandersetzungen zu schlichten.
Mehrere gewaltbereite Personen, darunter ein 18- und ein 20-jähriger Azubi, mussten des Platzes verwiesen werden. Um 18:30 Uhr versetzte ein 19-jähriger betrunkener Azubi einem 16-jährigen Schüler einen Faustschlag ins Gesicht. Der Täter hatte über 1,4 Promille. Wenig später entwickelte sich im Außenbereich der Jahn-Halle eine Schlägerei mit vier Beteiligten. Ein Unbekannter verletzte einen 17-Jährigen mit einem Faustschlag ins Gesicht. Ein 18-jähriger Schüler erlitt ebenfalls durch einen Faustschlag eines Unbekannten leichte Verletzungen.
Ein polizeibekannter 18-jähriger Schüler stieß in seinem Rausch eine 38-jährige Arzthelferin zu Boden. Diese wurde dabei leicht verletzt. Ein bei dem Randalierer durchgeführter Alkotest ergab einen Wert von 1,28 Promille. Ein weiterer Rettungsdiensteinsatz war erforderlich, weil sich eine angetrunkene 54-Jährige bei einem Sturz Kopfverletzungen zugezogen hatte. Eine 16-jährige Schülerin wurde von Jugendkontaktbeamten der Polizeiinspektion Forchheim mit einem branntweinhaltigen Getränk im Barbereich der Jahn-Halle angetroffen.
Ein alkoholisierter 23-Jähriger zog sich beim Sturz in eine Glasscherbe eine Schnittverletzung an der Hand zu und musste an den Rettungsdienst übergeben werden. Nachdem sich die Situation nicht beruhigte und der überforderte Veranstalter den ordnungsgemäßen Ablauf und die Sicherheit seiner Gäste nicht mehr gewährleisten konnte, beendete die Polizei Forchheim um 19:40 Uhr das Treiben. Gegen den 32-jährigen Verantwortlichen wird Anzeige erstattet.
Auch im Altstadtbereich war die Polizei mehrfach im Einsatz. In einer Gaststätte in der Bamberger Straße schlug ein 25-Jähriger einer 22-Jährigen ins Gesicht. Im gleichen Lokal hatte kurz zuvor ein 40-jähriger Gast durch den Angriff eines eifersüchtigen Ehemannes einen Schneidezahn verloren.
Auch in diesen Fällen war Alkohol im Spiel. Ein 38-Jähriger war nach einer Kneipentour gestürzt und mit dem Kopf hart auf den Gehsteig aufgeschlagen. Da er sich vom Rettungsdienst nicht behandeln lassen wollte, mussten die Sanitäter eine Polizeistreife hinzuziehen, um den Mann zur ärztlichen Versorgung ins Krankenhaus zu bringen. Wesentlich friedlicher zeigte sich ein 21-jähriger Arbeiter. Er war nach einer Faschingsfeier auf der Kühlerhaube eines Pkw eingeschlafen. Er konnte geweckt und in die Obhut von Freunden übergeben werden.
Koch mit Tageskarte beschädigt
EBERMANNSTADT. In der Nacht zum Sonntag wurde eine Keramik-/Kunststofffigur, die einen Koch mit Tageskarte darstellt und vor dem Eingang einer Gaststätte in der Hauptstraße aufgestellt war, beschädigt. Dadurch entstand ein Schaden in Höhe von 300 Euro. Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Ebermannstadt, Tel. 09194/7388-0.
Im Graben gelandet
STADT UND LANDKREIS FORCHHEIM. Am vergangenen Wochenende wurden die Streifen der Polizeiinspektion Forchheim zu 15 Verkehrsunfällen gerufen. Oftmals hatten die Unfallbeteiligten ihre Geschwindigkeit nicht an die winterlichen Straßenverhältnisse angepasst. So auch eine 22-jährige Opel-Fahrerin, die am Sonntagvormittag von Gaiganz nach Effeltrich unterwegs war. Zirka 300 Meter vor Effeltrich kam sie nach rechts ins Bankett, lenkte gegen und verlor anschließend die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Der Pkw streifte zwei Bäume und blieb schließlich mit Totalschaden in Höhe von 7000 Euro im linken Straßengraben liegen. Die Fahrerin musste mit Prellungen und einem Schock vom Rettungsdienst ins Klinikum Forchheim gebracht werden, konnte nach ambulanter Behandlung jedoch wieder entlassen werden.
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