Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
wie ich heute erfahren habe, versucht die Stadt derzeit, auf dem Spendenwege ein Fahrzeug für die Stadtverwaltung (hier offensichtlich Försterei) zu beschaffen. Sie bedient sich dazu einer Marketingfirma, die im Auftrag des Oberbürgermeisters (Originalton) Unternehmen anruft, und Werbeflächen verkauft.
Wie ich bereits schon vor Jahren im Finanzausschuss in einem ähnlichen Fall bemängelt habe, halte ich diese Praxis aus zwei Gründen für unvertretbar:
1. Die Stadt Forchheim ist eine öffentlich-rechtliche Körperschaft, die sich aus Steuern der Bürger und Unternehmen finanziert. Aus diesen Mitteln hat sie ihren Bedarf (u.a. auch Fahrzeuge) zu finanzieren. Sich aus diesem Wege weitere Finanzquellen bei Unternehmen zu erschließen, die eh schon an genau diese Stadt Steuern zahlen, ist nicht akzeptabel.
2. Diese Art der Finanzierung von Fahrzeugen ist eine der wenigen Möglichkeiten, die gemeinnützige und wirklich bedürftige Einrichtungen wie Vereine haben. Jedes Fahrzeug, dass mit dem Nachdruck des Trägers Stadt Forchheim oder wie in diesem Fall gar im Auftrag des Oberbürgermeisters erzielt wird, geht wirklich irgendeinem Verein verloren. Und zwar deshalb, weil viele Unternehmen diese Art das Hand-aufhaltens schon gar nicht mehr hören können. Also lassen Sie diese Möglichkeiten bitte unseren Vereinen!
Ich bitte Sie deshalb nachdrücklich, diese Beschaffungsaktion sofort zu stoppen. Wenn die Stadt Forchheim so ein Fahrzeug braucht, dann muss sie es selbst bezahlen, so wie jeder andere auch.
Für Ihre Bemühungen bereits jetzt herzlichen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Kaiser, StR
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