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Gentechnikfreie Natur und Landwirtschaft

Datum: Freitag, 08. Februar 2008, 09:21

Gentechnikfreien Region im Landkreis Forchheim

FORCHHEIM (eB) - Nach der Übergabe von 33.000 Protestunterschriften an die CSU durch das Bündnis Bayern für gentechnikfreie Natur und Landwirtschaft, will auch der Arbeitskreis des Bundes Naturschutz der Kreisgruppe Forchheim verstärkt beim Bayerischen Bauernverband und beim Amt für Landwirtschaft für eine Gentechnik anbaufreie Region im Stadt- und Landkreis Forchheim werben. Heiner Querfurth, BN-Ortsgruppenvorsitzender-Vorsitzender Effeltrich/Langensendelbach: Mit der Übergabe der 33.000 Unterschriften an die CSU Generalsekretärin Christine Hardthauer wurde der Wunsch der bayerischen Bevölkerung für ein gentechnikfreies Bayern unterstrichen.

1000 m Abstandsfläche gefordert

Das neue Gentechnikgesetz kann diesen Wunsch jedoch nicht gewährleisten. BN-Kreisvorsitzender Heinrich Kattenbeck kritisiert hier insbesonders die willkürliche Festlegung der Abstände von Genmaisanbauflächen mit 150 m zu konventionellen und 300 m zu ökologischen Anbauflächen. Die unkalkulierbaren Risiken des Anbaus von genmanipulierten Pflanzen müssen mit einem sofort wirksamen Schutz der gentechnikfreien Natur-und Landwirtschaft beantwortet werden. Hier unterstützt die Initiative Gentechnik-freie Region im Stadt- und Landkreis Forchheim und die BN-Kreisgruppe Forchheim eine Abstandsregelung von mindestens 1000 Metern, sowie die strikte Anwendung des Verursacherprinzips für alle anfallenden Schäden und Zusatzkosten der gentechnikfreien Produktion.

Widerstand in der Region wächst

BN-Kreisvorsitzender Heinrich Kattenbeck appelliert auch an die Verbraucher: „Die Verbraucher sind aufgerufen sich mit der Unterschrift an einer Verpflichtungserklärung zu beteiligen, denn: „Verbraucher bestimmen durch ihr Einkaufsverhalten ganz entscheidend, ob die Bauern in unserer fränkischen Region und anderswo gentechnikfreie Lebensmittel erzeugen können“. Bei den Landwirten hofft der BN auf eine Beteiligung am Bündnis durch eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung zur Schaffung einer Gentechnik anbaufreien Region im Stadt und Landkreis Forchheim. BN-Kreisvorsitzender Kattenbeck hat in einem Rundbrief seine 11 Ortsgruppen im Stadt- und Landkreis Forchheim aufgefordert die Demonstration am 24. Febr. ab 14 Uhr im Landkreis Kitzinge zu unterstützen.

Da auch nach dem neuen Gesetz weiterhin die öffentliche Bekanntgabe der Gentechnik-Anbaustandorte erfolgen muss, sieht der BN-Arbeitskreis gentechnikanbaufreie Region in Stadt-und Landkreis Forchheim gute Chancen über Aufklärung Einsicht bei Bewirtschaftern und Verpächtern der landwirtschaftlichen Flächen wegen der ungeklärten Risiken zu wecken und damit den Anbau weiterhin gering zu halten. Im Standortregister des Bundeamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sind derzeit 123 Hektar für den Anbau des Gentech-Maises in der Saison 2008 angemeldet. Der geplante Anbau konzentriert sich auf den Landkreis Kitzingen.

Kattenbeck: „Erfreulich ist zu erfahren, dass im Landkreis Würzburg ein Verpächter von landwirtschaftlichen Flächen erreichte, dass sein Pächter von der geplanten Ausbringung des Gentech-Maises angeblich wieder Abstand nimmt. Es handelt sich um die Fläche in der Gemarkung Randersacker.“

Besorgniserregend ist für die BN- Kreisgruppe Forchheim schon in diesem Zusammenhang die Mitteilung, dass in Unterfranken bei der Außenstelle für Bienenforschung in Schwarzenau/Veitshöchheim 80 % der Bienenvölker diesen Winter nicht überlebt haben. Es bleibt die Frage dazu: wie soll die Bestäubung von Obst und Raps sichergestellt werden, wenn Imker den Landkreis Kitzingen verlassen, wegen der Genversuche.

Selbstverpflichtungserklärungen zur Schaffung einer Gentechnikfreien Region im Landkreis Forchheim für Verbraucher und Landwirte können in der Geschäftstelle des Bundes Naturschutz, Kreisgruppe Forchheim, angefordert oder unterschrieben werden, vormittags. Anrufen unter 09191 – 65 960. Für Rückfragen Rose Stark, Im Steinbühl 17, 91362 Pretzfeld, Tel. 09194/797049, E- Mail: RoseStark@t-online.de.

Informationen im Netz unter www.bn-forchheim.de
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