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Das Walberla und ein Keltendenkmal als massentouristischer Anziehungspunkt?

Ein Beitrag von Hans-Jrgen Matznohr am Samstag, 08. September 2007, 16:38


Rubrik: Leserbriefe

Mit Bestürzung las ich heute über das Vorhaben, das Walberla und die uralte keltische Siedlungsstätte zum Zentrum eines Massentourismus umzugetalten, diesem vorhaben kann ich nur ablehnend gegenüberstehen, obwohl ich aus der Ferne (Erfurt) sicherlich kaum ein Recht habe, darüber zu befinden.

Seit einigen Jahren wandere ich mit interessierten Menschen einige der bekanntesten Punkte des Frankenlandes ab, welche mit der keltischen Besiedlung in Zusammenhang stehen, dabei bin ich auch auf meiner Wochenwanderung von Gößweinstein nach Happurg über die Ehrenbürg gekommen, wobei mich und auch die Mitwanderer das Wunderbare Panorama des Landes jedesmal begeisterte, wiewohl auch die Ruhe und die Besinnlichkeit des Ortes selber. Wenn auch von den spuren der keltischen Vergangenheit wenig noch zu sehen ist, so läßt das Terrain doch genügend Phantasie zu, alles zu sehen, was über dieses Plateau zu lesen ist.

Muß es nun wirklich ein massentouristisches Zentrum werden?

Den erwarteten Besucherstrom wird es wohl geben, aber sicherlich auch die Bewahrheitung der in fast allen Artikeln geäußerten Befürchtungen zu der Störung (wenn nicht gar - Zerstörung) der Idylle des Sattelberges. Ich hoffe auf eine bewußte Entscheidung zu diesem Thema, bewußt in dem Sinne, daß eine Ausgewogenheit vom ersten Augenblick der Planung vorherrschen mag.

Ian-Jonathan Rhonztam, der keltische Schmied aus Erfurt
alias
Dipl. Phil. Hans-Jürgen Matznohr aus Erfurt