IHK für Oberfranken Bayreuth: Südost-Link für schnelles Internet nutzen

Oberfranken ins Gigabit-Zeitalter katapultieren!

In einem Schreiben an Bundesminister Alexander Dobrindt bringt die IHK für Oberfranken Bayreuth die Verlegung eines Breitband-Backbones neben der in der Region geplanten unterirdisch verlegten Höchstspannungsleitung ins Gespräch.

Die Entscheidung, die beiden geplanten Höchstspannungsleitungen, die künftig durch Franken führen sollen, komplett unter die Erde zu legen, ist ein tragbarer Kompromiss, der bei entsprechenden Mehrkosten einerseits die touristisch wertvolle Landschaft schützt und andererseits die Verfügbarkeit von bezahlbarem Strom für die Industrie nachhaltig sichert, so die IHK für Oberfranken Bayreuth.

Historische Chance

In einem Schreiben an Bundesminister Alexander Dobrindt bringt IHK-Präsident Heribert Trunk einen weiteren Ansatz ins Spiel und spricht dabei von einer historischen Chance: Die Erdverkabelung der Hochspannungsleitungen sollte genutzt werden, um auch einen Breitband-Backbone zu verlegen. „So ließe sich das Ziel der bayerischen Staatsregierung, superschnelles Breitband zum Standard zu machen, entlang dieser Trasse schnell und vergleichsweise kostengünstig umzusetzen“, so Trunk: „Die Erdverkabelung des Südost-Links bietet die einmalige Gelegenheit, Oberfranken ins Gigabit-Zeitalter zu katapultieren!“

IHK-Hauptgeschäftsführerin Christi Degen sieht darüber hinaus die Möglichkeit, den Ankündigungen der bayerischen Staatsregierung, flächendeckend Gigabit-Glasfaserkabel zu verlegen, rasch Taten folgen zu lassen: „Aus unserer Sicht sollten deshalb unverzüglich Gespräche mit dem Netzbetreiber Tennet geführt werden, damit die Umsetzung dieser Idee frühzeitig Eingang in die Planungen findet.“ Aus Sicht der IHK sei hier die Bundesregierung gefordert, die entstehenden Mehrkosten für die zusätzliche Kabelverlegung zu tragen, so Degen.

Erst in der vergangenen Woche hatte Ministerpräsident Horst Seehofer bei seinem Besuch in Oberfranken den schnellen Eintritt ins Gigabit-Zeitalter bekräftigt. Degen: „Gerade wir in Oberfranken verstehen diese Ankündigung als Chance und reklamieren, dass die neue Initiative in Oberfranken ihren Ausgang nehmen muss.“ Die Kombination von Strom und Breitband bei der Erdverkabelung umzusetzen, ist ein Ansatz, der auf jeden Fall geprüft werden sollte.

Superschnelles Breitband für Oberfranken

„Der Ausbau der Breitband-Infrastruktur, den Autobahnen des 21. Jahrhunderts, sei für oberfränkische Unternehmen ein immens wichtiger Standortfaktor und für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Region unverzichtbar“, so Trunk. Die geplanten Erdverkabelungen bei den Höchstspannungsleitungen bieten die Chance für eine frühzeitige Realisierung eines superschnellen Breitbandes in Oberfranken. Trunk: „Diese Chance müssen wir nutzen!“

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