Bamberger Politikwissenschaftler hält Antrittsvorlesung

Prof. Dr. Lasse Gerrits erforscht, wie sich Menschen und Technologien in komplexen Prozessen gegenseitig beeinflussen.

Prof. Dr. Lasse Gerrits erforscht, wie sich Menschen und Technologien in komplexen Prozessen gegenseitig beeinflussen.

Wie Politik den Erfolg technischer Innovationen beeinflusst

Wieso stellt der Ausstieg aus der Atomenergie Deutschland vor so große Herausforderungen? Warum erhält die Deutsche Bahn ihre bestellten Hochgeschwindigkeitszüge erst mit einigen Jahren Verspätung? Und warum sind bayerische Technologiekonzerne so erfolgreich? Diesen Fragen widmet sich Prof. Dr. Lasse Gerrits am 1. Juni in seiner öffentlichen Antrittsvorlesung „For the love of complexity: governing technological innovations“. Als Inhaber des Bamberger Lehrstuhls für Politikwissenschaft, insbesondere Steuerung innovativer und komplexer technischer Systeme, erforscht er, wie Menschen und Technik in vielschichtigen Prozessen zusammenspielen. In seinem Vortrag erklärt er, warum technische Neuheiten nicht nur clevere Entwickler brauchen, um sich auf dem Markt durchsetzen zu können, sondern auch günstige politische und rechtliche Rahmenbedingungen. Zur Sprache kommt überdies wie weit Politiker gehen können und sollten, um technische Innovationen voranzutreiben – und welche Möglichkeiten sie überhaupt dazu haben. Die englischsprachige Vorlesung beginnt um 19.15 Uhr im Hörsaal F21/01.37, Feldkirchenstraße 21. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Kurzvita:

Prof. Dr. Lasse Gerrits hat Verwaltung und Stadtplanung an der niederländischen Erasmus-Universität in Rotterdam studiert. Im Anschluss daran promovierte er dort und arbeitete ebenfalls in Rotterdam zunächst als Juniorprofessor, später als außerordentlicher Professor. Seit Oktober 2014 ist Gerrits Inhaber des Bamberger Lehrstuhls für Politikwissenschaft, insbesondere Steuerung innovativer und komplexer technischer Systeme, der im Rahmen der TechnologieAllianzOberfranken (TAO) geschaffen wurde.

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