Bamberger FDP: „Theresianum nicht aufgeben“

Die Stadträte Felix Holland (SPD) und Martin Pöhner (FDP) fordern eine weitere Verhandlungsrunde

„Kurz vor dem Ziel, den Fortbestand des Theresianums zu sichern, darf jetzt nicht vorschnell aufgegeben werden“, meint SPD-Kreisvorsitzender Felix Holland. „Nach meinem Kenntnisstand sind die Verträge mit dem Kolping-Bildungswerk bereits ausgearbeitet gewesen und es hat nur wenig gefehlt, diese erfolgreich abzuschließen“, ergänzt FDP-Ortsvorsitzender Martin Pöhner. Beide Stadträte fordern deshalb alle Beteiligten auf, erneut an den Runden Tisch zurückzukehren. Ziel müsse es sein, das Problem der Ausfallgarantie für den Fall eines ausbleibenden Zuschusses noch einmal intensiv zu prüfen und hier nach einer Kompromisslösung zu suchen.

„Das Theresianum ist eine ganz wichtige Bildungseinrichtung, die jungen Menschen eine zweite Chance auf einen höheren Bildungsabschluss ermöglicht. Sie ist ein wichtiger Baustein, um Aufstiegschancen gerade für Jugendliche aus sozial schwächeren Familien in unserer Region zu ermöglichen“, unterstreicht der SPD-Kreisvorsitzende Felix Holland. Es sollte deshalb alles unternommen werden, doch noch zu einer Lösung zu Gunsten der jungen Menschen zu kommen.

Konkret schlagen Holland und Pöhner vor, dass sowohl die Stadt als auch die Regierung von Oberfranken, der Landkreis und das Kultusministerium, die zuletzt nicht mehr am Runden Tisch mit eingebunden waren, nochmal in die Gespräche einbezogen werden sollen.

Zeit für weitere Gespräche gewinnen

Gleichzeitig appellieren Holland und Pöhner an die Ordensleitung der Karmeliten, auf jeden Fall im Herbst 2016 einen weiteren Jahrgang ins Theresianum aufzunehmen. „Es ist ganz wichtig, dass die Ordensleitung hier jetzt ein Signal gibt, damit die Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr nicht einbrechen. Dann ist Zeit gewonnen, um in Ruhe noch eine dauerhafte Lösung für den Fortbestand des Theresianums zu suchen“, betont Stadtrat Felix Holland.

„Zudem sollten Stadtverwaltung, Landratsamt und Kultusministerium genau prüfen, welche finanziellen Auswirkungen auf die Stadt, den Landkreis und den Freistaat zukommen, wenn das Theresianum tatsächlich geschlossen wird“, fordert Stadtrat Martin Pöhner. „Denn die Jugendlichen wollen ja trotzdem eine Schule besuchen, die ihnen eine zweite Chance aufs Abitur ermöglicht, das heißt die Anmeldezahlen an FOS und BOS in Bamberg werden massiv steigen, so dass diese Schulen aus allen Nähten platzen werden. Dies würde erfordern, dass dort für viel Geld zusätzliche Klassenzimmer gebaut und zusätzliche Lehrer eingestellt werden müssten“, erläutert er. Diese Problematik sei bisher viel zu wenig berücksichtigt worden. „Nach meiner Einschätzung wäre es insgesamt kostengünstiger, das bestehende Theresianum zu erhalten als andere Schulen massiv auszubauen“, so Pöhner.

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