Öffentliche Ringvorlesung "Sportethik" der Universität Bayreuth

Hartmut Koschyk, MdB

Hartmut Koschyk, MdB

‚Flüchtlingspolitik und Sport‘ – Hartmut Koschyk, MdB, hält Impulsreferat

Seit geraumer Zeit dominiert der politische und administrative Umgang mit den anhaltenden Flüchtlingsströmen nach Deutschland die öffentliche Debatte. Dabei ist das Meinungsbild alles andere als einheitlich. Während die einen sich um eine Überforderung der Gemeinden und einheimischen Bevölkerung sorgen, betonen die anderen die gesellschaftspolitischen Chancen und fordern eine nachhaltige ‚Willkommenskultur‘.

Wie aber sieht die konkrete Situation in Oberfranken und Bayreuth aus? Welche Rolle spielt dabei der Sport als gesellschaftliche Kraft in der Region? Diesen Fragen widmet sich die öffentliche Ringvorlesung Sportethik der Universität Bayreuth. Das Impulsreferat wird gehalten von Hartmut Koschyk, Bundestags-abgeordneter der CSU für den Wahlkreis Bayreuth-Forchheim. Als Diskutanten sind Vertreter des lokalen Sports eingeladen: Andreas Berghammer, Vorstand HaSpo Bayreuth, und Prof. Dr. Peter Kuhn, Sportpädagoge am Institut für Sportwissenschaft der Universität Bayreuth.

  • Termin: Montag, 11. Januar 2016
  • Zeit: 18 Uhr
  • Ort: Campus der Universität Bayreuth, Gebäude AI – Angewandte Informatik, Hörsaal H33, Universitätsstraße 30, 95447 Bayreuth.

Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen! Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

„Wir freuen uns sehr, dass wir Herrn Koschyk als prominenten Referenten und sachkundigen Bundespolitiker zur Flüchtlingsthematik gewinnen konnten“, sagt Prof. Dr. Markus Kurscheidt, Lehrstuhlinhaber für Sport Governance an der Universität Bayreuth und Organisator der Veranstaltung.

„Wir freuen uns sehr auf eine rege Beteiligung von Universitätsangehörigen sowie von Bürgern aus Stadt und Region an der öffentlichen Diskussionsveranstaltung“, betont der Organisator Prof. Dr. Markus Kurscheidt. Bereits seit dem Wintersemester 2012/13 betreibt er zusammen mit seinem Kollegen Prof. Dr. Walter Schmidt aus der Sportmedizin die interdisziplinäre Ringvorlesung zur Sportethik. Darin referieren Professoren aus der Sportwissenschaft, BWL und Philosophie sowie Gastredner zu Themen wie Doping, Sportkorruption und Fangewalt. Wie aktuell zu der Flüchtlingsfrage wird aber auch das gesellschaftspolitische Potenzial des Sports behandelt. Die Ringvorlesung ist offen für alle Interessierten und findet jedes Wintersemester montags von 18.00 bis 19.30 Uhr statt.
Hintergrundinformationen

Hartmut Koschyk, MdB, ist seit Januar 2014 Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Somit ist er einer der Fachpolitiker auf Bundesebene, die sich intensiv mit der mittel- und langfristigen Perspektive in der Flüchtlingsthematik befassen. „Der Zeitpunkt seines Besuchs an der Universität Bayreuth könnte zudem kaum besser sein“, fügt Prof. Kurscheidt hinzu. „Als CSU-Politiker kommt er gerade von der traditionellen Klausurtagung aus Wildbad Kreuth zurück und kann frische Eindrücke in die Diskussion mit einbringen.“

Nach dem Gastreferat soll indes die lokal- und sportpolitische Debatte nicht zu kurz kommen. Zur Podiumsdiskussion sind Andreas Berghammer, Vorstand von HaSpo Bayreuth, und der Sportpädagoge Prof. Dr. Peter Kuhn vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Bayreuth eingeladen. Neben seinen langjährigen Verdiensten um den lokalen Handballsport hatte sich Andreas Berghammer Anfang letzten Jahres auch gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit eingesetzt. Als Gegenreaktion des lokalen Sports auf Pegida und andere Kundgebungen organisierte er mit Carsten Plötz vom FSV Bayreuth eine Demonstration auf dem Stadtparkett. Gut 500 Bayreuther Aktive von mehr als 20 Sportvereinen kamen und setzten ein Zeichen für Toleranz und die Integrationskraft des Sports.

Aber erwartet man vielleicht zu viel vom Sport? Wie kann der Sport ganz konkret in Bayreuth in seinen Integrationsbemühungen unterstützt werden? Mit diesen Fragen hat sich Prof. Dr. Peter Kuhn ein ganzes Semester in seinem Seminar auseinandergesetzt. Zudem ist er seit vielen Jahren persönlich in sozialpolitischen Initiativen wie dem Forum ‚Bayreuth ohne Gewalt‘ mit sportpädagogischen Maßnahmen engagiert.

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