Stadt Bayreuth senkt Schmutzwassergebühr

Im Vergleich der kreisfreien Städte Bayerns erhebt Bayreuth die geringsten Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühren

Gute Nachrichten für Bayreuths Gebührenzahler: Die Stadt soll zum Jahresbeginn 2016 die Schmutzwassergebühr senken. Die Niederschlagswassergebühr bleibt unverändert. Diese Empfehlung hat der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Abschließend wird das Stadtratsplenum Mitte Dezember über die Gebührensenkung entscheiden.

Die Vorkalkulation beider Gebühren für die kommenden vier Jahre hat nach Angaben des Rathauses ergeben, dass die Schmutzwassergebühr von 1,42 Euro um vier Cent auf 1,38 Euro pro Kubikmeter Frischwasserverbrauch reduziert werden kann. Die Niederschlagswassergebühr bleibt unverändert bei 0,32 Euro pro Quadratmeter befestigter Fläche. Durch Optimierung der Unterhaltsarbeiten und der Betriebsabläufe wurden Betriebskosten eingespart. Die daraus resultierende Kostenreduzierung kommt den Bayreuther Gebührenzahlern unmittelbar zugute.

Ein Vergleich der Gebühren der kreisfreien Städte in Bayern zeigt, dass die Stadt Bayreuth die geringste Schmutz- und Niederschlagswassergebühr hat. Die Stadt Bamberg beispielsweise verlangt von ihren Bürgern 0,38 Euro pro Quadratmeter Niederschlagswassergebühr und eine Schmutzwassergebühr in Höhe von 2,07 Euro pro Kubikmeter Frischwasserverbrauch.

Auch im bundesweiten Vergleich ist Bayreuth mit seinen Gebühren Spitze. Vergleicht man die jährlichen Kosten für ein Grundstück eines Einfamilienhauses mit 190 Quadratmetern befestigter Flächen und einem 4-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 100 Kubikmetern Frischwasser mit dem Bundesdurchschnitt, so zahlt eine 4-köpfige Familie in Bayreuth 281,60 Euro pro Jahr. Im Bundesdurchschnitt betragen die Kosten rund 500 Euro im Jahr. Bemerkenswert ist dabei, dass die Stadt Bayreuth keine Grundgebühr und keine Umlage bei Investitionsmaßnahmen erhebt. Sämtliche Kosten sind durch die ohnehin niedrigen Gebühren abgedeckt.

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