5. Symposium zur Kultur- und Kreativwirtschaft der Europäischen Metropolregion Nürnberg

Software- & Games-Industrie

Im Nürnberger Rathaus fand am heutigen Donnerstag, 26. November 2015, das 5. Symposium zur Kultur- und Kreativwirtschaft der Europäischen Metropolregion Nürnberg statt. Diesmal stand die Software- & Games-Industrie im Fokus. Rund 120 Akteurinnen und Akteure aus der Software- & Games-Szene der Metropolregion tauschten sich über Herausforderungen und Potenziale der Branche aus. Die Software-& Games-Industrie gehört zu den elf Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Der Markt umfasst u. a. klassische Computer- und Videospiele, Social- und SeriousGames und Entwicklung und Programmierung von Internetpräsentationen.

Dr. Michael Fraas, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg und Geschäftsführer des Forums Wirtschaft und Infrastruktur der Europäischen Metropolregion Nürnberg, hebt die Bedeutung der Software- & Games-Industrie in der Metropolregion hervor: „Die Software- & Games-Industrie ist mit über 10.000 Erwerbstätigen in über 1.300 Unternehmen die größte Teilbranche der Kultur- und Kreativwirtschaft in der Metropolregion Nürnberg. Mit dem Symposium ist es uns gelungen, die Akteurinnen und Akteure aus der Branche weiter zu vernetzen. Wir schaffen mit unseren Symposien auch das ‚Ökosystem‘ für neue Kontakte und Kooperationen.“

Dr. Dieter Rossmeissl, Kulturreferent der Stadt Erlangen und Geschäftsführer des Forums Kultur der Europäischen Metropolregion Nürnberg, fügt hinzu: „Die Szenarien der Computerspiele haben sich längst zu einer eigenen Kunstform entwickelt – mit immer steigendem artifiziellem Niveau. PC-Games sind damit ein Pilotbereich bei der Frage, wie sich Digitalisierung auf Bildende Kunst und kulturelle Interaktion auswirkt.“

Das Symposium ist eine gemeinsame Veranstaltung des Forums Wirtschaft und Infrastruktur und des Forums Kultur der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Es wird unter anderem durch das Wirtschaftsreferat der Stadt Nürnberg gefördert. Keynote Speaker in diesem Jahr waren Matthias Hartmann, Vorstandsvorsitzender der GfK SE, und Dr. Linda Breitlauch, Professorin für Game-Design an der Hochschule Trier. In den anschließenden Roundtables diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer u. a. über Businessmodelle und Wertschöpfungsketten der Spiele-Industrie sowie über Herausforderungen und Potenziale neuer Technologien in Spielen.

Im Rahmen des Symposiums haben Dr. Rossmeissl und Dr. Fraas einen Zwischenbericht zur Kultur- und Kreativwirtschaft in der Europäischen Metropolregion Nürnberg veröffentlicht. Nachdem die Metropolregion Nürnberg im Jahre 2010 als erste der deutschen Metropolregionen einen Bericht zur Kultur- und Kreativwirtschaft herausgegeben hatte, zieht der Zwischenbericht eine Bilanz nach fünf Jahren, gibt neue Zahlen und Fakten zur Kultur- und Kreativwirtschaft in der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Desweiteren dient er als Basis für die geplante Fortschreibung des Kultur- und Kreativwirtschaftsberichts der Metropolregion im kommenden Jahr.

Der Zwischenbericht ist im Internet abrufbar unter www.goo.gl/Lo8sgp Wie aktiv die Kultur- und Kreativwirtschaftsbranche in der Metropolregion Nürnberg ist, zeigt sich am Erfolg zweier Titelträger aus der Metropolregion beim bundesweiten Wettbewerb „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ im Rahmen der Initiative Kulturund Kreativwirtschaft der Bundesregierung. Die Auszeichnung gilt Ideen und Menschen, die mit ihrem Handeln der Kultur- und Kreativwirtschaftsbranche Gesicht und Gewicht geben. Die Seed Evolution UG aus Coburg, bestehend aus den drei Mediengestaltern Michael Beetz, Ayhan Durukan und Tim Reich sowie dem Einzelhandelskaufmann Ozan Durukan, überzeugte die Jury mit der Idee, Pflanz-Sets zu kreieren, mit denen es ganz einfach ist, Blumen, Gemüse und Bäume zu pflanzen.

Die ehrensache D/V GmbH & Co. KG aus Bayreuth greift das Thema Upcycling auf. Die beiden Gründer Kerstin Rank und Thomas Gardeia von BAG TO LIFE verwandeln entsorgte Materialien der Flugzeugindustrie in Design-Taschen.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und allen 32 Titelträgern im Internet unter www.kultur-kreativpiloten.de

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