10 Jahre Sparda-Stiftungspreise: Solidaritätspreis zum Jubiläum

(v. l.): Gudrun Brendel-Fischer (Vereinsvors.  AVALON), Günter Reichert (Gründer Asylothek), Juliane Siegel (Leiterin KulturTafel Erlangen), Stefan  Schindler (Vors. des Stiftungsrates der Sparda-Stiftung Nürnberg), Vera Taube (Projektleiterin  Pestalozzi-Projekt), Jochen Nußbaum (Leitung Fördererbetreuung der Diakonie Erlangen), Wolfgang Meier (Rektor der Pestalozzi-Schule), Eva-Maria Herbert (Journalistin beim Bayerischen Rundfunk), Thomas  Lang (Vors. des Stiftungsvorstandes der Sparda-Stiftung Nürnberg). Foto: Sparda-Bank Nürnberg eG

(v. l.): Gudrun Brendel-Fischer (Vereinsvors. AVALON), Günter Reichert (Gründer Asylothek), Juliane Siegel (Leiterin KulturTafel Erlangen), Stefan Schindler (Vors. des Stiftungsrates der Sparda-Stiftung Nürnberg), Vera Taube (Projektleiterin Pestalozzi-Projekt), Jochen Nußbaum (Leitung Fördererbetreuung der Diakonie Erlangen), Wolfgang Meier (Rektor der Pestalozzi-Schule), Eva-Maria Herbert (Journalistin beim Bayerischen Rundfunk), Thomas Lang (Vors. des Stiftungsvorstandes der Sparda-Stiftung Nürnberg). Foto: Sparda-Bank Nürnberg eG

Bayreuther Verein unter den Preisträgern

Seit zehn Jahren zeichnet die Sparda-Stiftung Nürnberg mit ihren alljährlichen Stiftungspreisen Menschen und Initiativen aus Nordbayern aus, die innovative Bildungskonzepte realisieren und für gesellschaftliches Engagement werben. Stefan Schindler, Vorsitzender des Stiftungsrates und Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Nürnberg, freut sich über das Jubiläum: „Menschen, die soziale Verantwortung übernehmen, setzen ein starkes Zeichen für das Miteinander in der Gesellschaft. Und sie sind uns allen ein Vorbild. Als Stiftung und Bank mit genossenschaftlicher Tradition ist es uns ein ganz besonderes Anliegen, den unermüdlichen Einsatz dieser Menschen zu honorieren.“

Bei einer feierlichen Preisverleihung wurden nun am 23. November der SpardaZukunftspreis „Bildung für Kinder“ an drei Vereine aus Erlangen, Bayreuth und Würzburg sowie der SpardaMedienpreis „Bürgerschaftliches Engagement“ an die Journalistin Eva-Maria Herbert vom Bayerischen Rundfunk vergeben. Im Jubiläumsjahr will die Sparda-Stiftung zudem den Einsatz von Flüchtlingsinitiativen in besonderer Weise würdigen und lobte deshalb den SpardaSolidaritätspreis „Auszeichnung für besonderes Engagement und Solidarität im Bereich Migration“ aus. Diesen erhält die Asylothek aus Nürnberg. Thomas Lang, Vorsitzender des Stiftungsvorstands der Sparda-Stiftung und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Nürnberg, würdigt den Einsatz der Preisträger: „Solidarität ist ein elementarer Wert für eine Gesellschaft, die friedlich und gemeinschaftlich zusammen leben will. Die Gewinner der Stiftungspreise sind der beste Beweis dafür, dass die Region Nordbayern eine solidarische Region ist.“ Die Stiftung honoriert das Engagement der Preisträger mit insgesamt 18.000 Euro.

Gewinner des SpardaZukunftspreises kommt aus Erlangen

Das Projekt „Kultur für alle Kinder – die Kulturtafel Erlangen“ des Diakonischen Werkes Erlangen e. V. erreicht den ersten Platz des diesjährigen SpardaZukunftspreises und wird mit 5.000 Euro prämiert. Die Kulturtafel ermöglicht Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien, an kulturellen Veranstaltungen in ihrer Stadt teilzunehmen.

Ganz gleich, ob an Ferienprogrammen, Filmvorführungen oder Sportveranstaltungen. Ziel ist es, die Persönlichkeit der Kinder zu stärken und sie bei der Entfaltung ihrer Begabungen, Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu unterstützen. Der Ansatz, benachteiligte Kinder mithilfe von Bildung und Kultur zu fördern, hat die Jury überzeugt und wurde mit 5.000 Euro prämiert.

Bayreuther Verein „AVALON“ setzt auf Prävention

Über Platz zwei des Zukunftspreises 2015 freut sich der Verein „AVALON – Notruf- und Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt e. V.“ aus Bayreuth. Dessen Projekt „Ich kenne meinen Körper“ richtet sich an 10-Jährige und führt mit ihnen altersgerechten Sexualunterricht durch, um so die Kinder frühzeitig und präventiv vor sexuellen Übergriffen zu schützen. Bestandteile des Projekts sind unter anderem Elterninformationsabende sowie mehrstündige Workshops für Kinder. Das Projekt aus Oberfranken erhält ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro.

Platz drei geht an Würzburger „Pestalozzi Projekt“

Die Pestalozzi Mittelschule Würzburg bietet ihren Schülern Zusatzaktivitäten an, um ihnen eine optimale berufliche und persönliche Entwicklung zu ermöglichen. Der konzeptionelle Ansatz: Die Schüler können durch Angebote wie Trainings, Lerngruppen und Mitarbeit in sozialen Initiativen ihre vorhandenen Talente entdecken und aktiv einsetzen sowie gemeinsame Ideen umsetzen. Damit werden die Eigenmotivation der Jugendlichen gefördert und ihre sozialen Kompetenzen weiterentwickelt, was gleichzeitig eine fundierte Vorbereitung auf die berufliche Laufbahn darstellt. Die Sparda-Stiftung prämiert das Konzept der Würzburger Schule mit 2.000 Euro.

SpardaSolidaritätspreis für Nürnberger Asylothek

Den Solidaritätspreis „Auszeichnung für besonderes Engagement und Solidarität im Bereich Migration“ und damit ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro erhält die Nürnberger Asylothek, die bundesweit erste rein ehrenamtlich geführte Bibliothek für Asylbewerber und Flüchtlinge. Neben der reinen Sprach- und Wissensvermittlung stehen die Aufklärung über kulturelle und soziale Werte in unserer Gesellschaft sowie eine konstante empathische Betreuung der Flüchtlinge und deren Kinder im Mittelpunkt der Arbeit. Das Hilfsan- gebot der Asylothek können die Flüchtlinge dabei schnell und unbürokratisch direkt nach ihrer Ankunft nutzen – auch unabhängig von ihrem aktuellen Asylstatus. Ein Ansatz, der nicht nur die Jury, die aus den Medienpreis-Gewinnern der letzten neun Jahre bestand, überzeugte. Auch Arif Tasdelen, Integrationspolitischer Sprecher der SPDLandtagsfraktion und Laudator des SpardaSolidaritätspreises, zeigt sich begeistert: „Die Asylothek ist ein tolles Projekt, das bundesweit Schule gemacht hat. Menschen Teilhabe zu ermöglichen, verdient unsere Anerkennung. Deshalb freue ich mich, dass die Asylothek mit dem SpardaSolidaritätspreis ausgezeichnet wird.“

Reportage über ehrenamtliche Hilfe für MS-Kranke gewinnt SpardaMedienpreis

Der mit 3.000 Euro dotierte SpardaMedienpreis wird in diesem Jahr an eine Journalistin des Bayerischen Rundfunks, Regionalstudio Mainfranken, verliehen. Eva-Maria Herbert berichtet in ihrer Fernsehreportage über Ehrenamtliche, die sich aufopferungsvoll um Patienten kümmern, die an Multipler Sklerose erkrankt sind. Damit die Betroffenen nicht vereinsamen, hat die Deutsche MS-Gesellschaft in Würzburg einen ehrenamtlichen Besuchsdienst ins Leben gerufen. Die Freiwilligen besuchen die Patienten zu Hause oder machen gemeinsame Unternehmungen.

Stiftungspreise 2016

Auch nach ihrem Jubiläumsjahr möchte die Sparda-Stiftung weiterhin Menschen und Initiativen aus Nordbayern würdigen, die innovative Bildungskonzepte umsetzen oder über ehrenamtliche Projekte berichten. Die Preise stehen damit ganz in der Tradition der Sparda-Bank Nürnberg, sich für die Region zu engagieren. Der Vorstandsvorsitzende Stefan Schindler erklärt: „Solidarität darf keine Grenzen kennen! Und ohne ehrenamtliche Helfer kann eine Gesellschaft nicht funktionieren. Daher sind sie Botschafter und Vorbilder zugleich. Sie verdienen unsere höchste Anerkennung und unsere Unterstützung.“ Die Bewerbung für die Stiftungspreise 2016 ist ab Januar möglich. Dann finden Interessierte unter www.sparda-stiftung.de weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen und die Bewerbungsunterlagen zum Download. Einsendeschluss für beide Preise ist der 31. Juli 2016.

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