Kreistagsgrüne kritisieren Beliebigkeit bei der Verteilung der freiwilligen Leistungen durch den Landkreis Bamberg

Sorgloser Umgang mit öffentlichen Geldern?

Während für eine Veranstaltung mit längst etablierten Künstlern wie das aus dem Boden gestampfte Literaturfestival schnell mal 11.000,- Euro locker gemacht werden, müssen Träger wichtiger Bildungseinrichtungen mit dem Landkreis um jedes bisschen Förderung ringen. So bekomme Chapeau Claque beispielsweise keinen Cent vom Landkreis, der Fuchsenwiese, die ebenfalls wichtige Bildungsarbeit leiste, wurde eine Anpassung der Förderung versagt.

„Die Verteilung unserer Fördermittel wirkt mittlerweile völlig beliebig“, moniert Kreisrat Bernd Fricke. Und sein Fraktionskollege Andreas Lösche ergänzt: „Für Profilierungsprojekte scheint ausreichend Geld vorhanden, wirklich förderwürdige Einrichtungen hält man an der kurzen Leine.“ Beispielhaft für den Umgang mit öffentlichen Mitteln ist aus Sicht der Grünen das mit viel Aufwand in Szene gesetzte Landkreisbier. Deshalb hinterfragt die Kreistagsfraktion nun die Kosten dieser Imagekampagne.

Unabhängig von der Frage, ob es überhaupt Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge ist, Bier zu brauen, wollen die Grünen wissen, aus welcher Haushaltsstelle die Mittel für das Landkreisbier stammen. Sie erwarten eine umfassende Darstellung der angefallenen Gesamtkosten inklusive der Präsentationsveranstaltung und fragen zudem, warum hier keines der Kreistagsgremien zustimmen musste. Einen entsprechenden Antrag haben sie nun eingereicht.

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