Junge Unternehmer veröffentlichen "Kulmbacher Positionen": Gedankenaustausch Wirtschaftsjunioren und Junioren des Handwerks

Die Vorstellungen junger Unternehmer und Führungskräfte, wie ein optimaler Standort aussieht, sind in vielen Bereichen deckungsgleich mit den Vorstellungen älterer Unternehmer und Führungskräfte. Es gibt aber auch Themen, die bei der jungen Generation einen wesentlich höheren Stellenwert haben. Aufgrund der unterschiedlichen Lebensphasen spielt die Kinderbetreuung natürlich eine wesentlich wichtigere Rolle, ist diese Generation von den Rahmenbedingungen doch meist unmittelbar betroffen. Auch das Thema „schnelles Internet“ wird von den jungen Unternehmen als noch wesentlich wichtiger eingestuft als von anderen Unternehmern.

Beim gemeinsamen Treffen der Vorstandsteams der neun Wirtschaftsjuniorenkreise Oberfrankens und den Junioren des Handwerks Oberfranken im Haus des Handwerks in Kulmbach stand neben dem gegenseitigen Kennenlernen vor allem die Ausarbeitung der „Kulmbacher Positionen“ auf dem Programm.

Junge Unternehmer positionieren sich

„In persönlichen Gesprächen merke ich immer wieder, wie wichtig jungen Unternehmern und Führungskräften die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die zukunftsfähige Gestaltung der Region sind“, so Katharina Zahner, Regionalsprecherin der Wirtschaftsjunioren Oberfranken. „Umso wichtiger ist es, dass wir jungen Unternehmer und Führungskräfte uns nicht nur auf Bundesebene, sondern auch vor Ort positionieren.“ Rüdiger Neumann, 1. Vorsitzender der Junioren des Handwerks Oberfranken, ergänzt: „Besonders am Herzen liegt uns der Nachwuchs. Die Schulabgängerzahlen gehen zurück. Umso wichtiger ist es, dass die jungen Menschen die bestmögliche Schul- und Berufsausbildung erhalten.“

Im Mittelpunkt der Kulmbacher Positionen stehen fünf Themen:

  1. Demografie & Nachwuchs: Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sehen die jungen Unternehmer und Führungskräfte eine wichtige Aufgabe darin, ein positives Unternehmerbild nach außen zu tragen und junge Menschen zur Selbständigkeit zu ermutigen.
  2. Innovation & Digitalisierung: Wirtschaftsjunioren und Junioren des Handwerks wollen Innovationen und neue Ideen umsetzen, eine enge Zusammenarbeit mit Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Region ist dabei selbstverständlich. Als erste Führungsgeneration, die im digitalen Zeitalter aufgewachsen ist, ist der Umgang mit modernen Medien selbstverständlich. Dafür benötigt Oberfranken die entsprechende Breitbandinfrastruktur.
  3. Bürokratie & Mindestlohn: Gerade für kleinere Unternehmen ist der bürokratische Aufwand im Zusammenhang mit dem Mindestlohn immens, die Jungunternehmer fordern hier eine zeitnahe Erleichterung für die Unternehmen.
  4. Bildung & Integration: Die hohe Bedeutung der dualen Ausbildung muss noch stärker in den Köpfen verankert werden, Eine qualifizierte Ausbildung oder ein Studium sind die Basis des wirtschaftlichen Erfolges und des Standortes Oberfranken. In der hohen Zahl an Flüchtlingen, die in die Region kommen, sehen die Junioren des Handwerks und die Wirtschaftsjunioren nicht nur die Herausforderungen, sondern auch die Chancen. Eine schnelle Integration ist hierfür Voraussetzung.
  5. Infrastruktur: Die Breitbandinitiative der Bayerischen Staatsregierung ist ein wichtiger Schritt für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsraumes Oberfranken und kann einen entscheidenden Wettbewerbsvorsprung ermöglichen. Breitband-, Bahn- und Straßeninfrastruktur spielen für die Zukunftsfähigkeit eine wichtige Rolle, Nadelöhre müssen deshalb schrittweise abgebaut werden.

Wirtschaftsjunioren sowie Junioren des Handwerks vertreten die Interessen junger Unternehmer und Führungskräfte, junger Meister und Gesellen unter 40 Jahren. Beide Organisationen stehen für die Weiterentwicklung und zukunftsfähige Ausrichtung des Standortes Deutschland. Weitere Informationen unter www.wj-oberfranken.de sowie www.jdh-oberfranken.de

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