Erzbischof Schick weiht Akademie CPH in Nürnberg ein

„Das Evangelium in die Gesellschaft einbringen“

(bbk) Nach langjähriger Bauzeit hat Erzbischof Ludwig Schick am Freitag in Nürnberg das renovierte Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH) eingeweiht. Die Sanierung und Erweiterung sei ein deutliches Signal, dass das Erzbistum eine katholische Akademie auch in Zukunft für nötig und wichtig hält, sagte Schick in seiner Ansprache. Seit 2005 wird das CPH in verschiedenen Bauabschnitten saniert.

Katholische Akademien seien Institutionen, die für die Zukunft der Gesellschaft die Inspiration des Evangeliums einbringen, sagte der Erzbischof. „Wir Christen sollten mehr Mut haben, das Evangelium zu verkünden, nicht um zu herrschen, sondern um zu dienen, nicht um uns zu behaupten, sondern um zum Heil der Menschen und zum Gemeinwohl beizutragen, weil wir überzeugt sind, dass das Evangelium mit seiner Lebensweisheit, seinen Werten, Tugenden und Verheißungen für das Leben der Menschen nicht fehlen darf.“

Es sei heute wichtig, in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen, dass der Mensch Mensch sei und sich nicht zu Gott mache, sagte der Erzbischof. „Jeder Mensch muss wissen, dass über allen Mächten und über allen Machtsüchtigen dieser Welt der Allmächtige steht. Das macht das Leben menschlich!“ Die christliche Barmherzigkeit sei für unser Leben ebenso wichtig, denn die Gerechtigkeit ohne Barmherzigkeit sei Grausamkeit.

Die katholische Akademie CPH solle gesegnet sein, damit sie Segen bringe in den Dialog und den Diskurs der Gesellschaft für eine gute Gegenwart und Zukunft, so der Oberhirte.

Caritas Pirckheimer lebte von 1467 bis 1532 und war Äbtissin des Klarissenklosters Nürnberg. Sie war eine Verfechterin der Religions- und Gewissensfreiheit. Auf dem Gelände des einstigen Klosters steht heute das Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH), das die Erzdiözese Bamberg gemeinsam mit den Jesuiten betreibt.

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