Eisenbahn und Weihnachtskrippen: Advent und Weihnachten im Pfalzmuseum Forchheim

Schneekrippe. Foto: Pfalzmuseum Forchheim

Schneekrippe. Foto: Pfalzmuseum Forchheim

Die Heilige Familie auf der Flucht: Maria und Josef flehen vor einem fränkischen Wirtshaus um ein Nachtquartier – diese und ähnliche Szenen erlebt der Besucher ganz lebensnah im Pfalzmuseum Forchheim in der Sonderausstellung „Kommet und seht“ (Samstag, 28. November 2015 bis Sonntag, 06. Januar 2016) von Krippenbaumeister Karl-Heinz Exner aus Bischberg. Parallel dazu lädt die liebevoll gestaltete Eisenbahnausstellung mit der großen Lehmannbahn zum Staunen und Spielen in die festlich geschmückte Kaiserpfalz ein.

Unter dem Eindruck der aktuellen Ereignisse ist die Weihnachtsgeschichte – Flucht und die Suche nach einer Bleibe – ein brennendes Thema: Krippenbaumeister Karl-Heinz Exner aus Bischberg (http://www.krippenbauer-exner.de) hat im Kaisersaal etwa 25 Krippen vorbereitet: Die Szenen seiner beliebten Krippen sind mitten aus dem Leben gegriffen: Anschaulich ist die Weihnachtsgeschichte mit beweglichen und farbig gefassten Figuren dargestellt: Der Weg der Heiligen Familie führt an einer liebevoll gearbeiteten fränkischen Schmiede vorbei. Jesus wird inmitten des täglichen Lebens in der Scheune eines fränkischen Bauernhofes geboren. Gekleidet sind die Akteure oft in fränkischer Tracht, doch auch Krippen in orientalischem Stil sind zu sehen. Die Schnitz- und Näharbeiten stammen meist aus dem süddeutschen Raum, vorwiegend aus Nürnberg, Bamberg, dem Rhöngebiet und Amberg.

Tipps zum Krippenbau gibt Exner an zwei besonderen Terminen im Dezember: Für Kinder bietet der Krippenbauer am 09. Dezember 2015 von 14:00 bis 18:00 Uhr den Aktionstag „Wir bauen Krippen!“ im Gewölbekeller an (3,00 Euro pro Person). Erwachsene lernen Tricks zum Krippenbau am 12. Dezember 2015 von 13:00 bis 18.30 Uhr (2,00 Euro pro Person) im Kaisersaal.

Nebenan fährt die große Lehmann-Eisenbahn auf einer Anlage mit ca. 60 Quadratmetern ihre Runden. Sonderthema ist heuer der „ADLER“, denn dieses Jahr wird am 07. Dezember „180 Jahre Deutsche Eisenbahnen“ gefeiert. Gebäude, Figuren und viele Züge laden zum Staunen ein, lebensecht sind Szenerien aus dem Forchheimer Stadtleben gestaltet. Aktionsknöpfe laden zum Spielen ein. Analog fährt die Fleischmannbahn auf der über fünf Meter langen H0-Anlage. Selber „fahren“ mit Sonderzügen dürfen Groß und Klein auf der Märklin H0-Spielanlage. Kleineren Kindern stehen in der Spielecke ein kleiner Bauernhof, ein Reiterhof und eine Holzeisenbahn zur Verfügung.

Eine „Lebende Krippe“ ist vom 28. November bis zum 24. Dezember im Pfalzgraben zu sehen. Schafe, Ziegen und weitere Tiere geben ein beschauliches Bild rund um die Figuren Maria und Josef im Stall (täglich 11:00 bis 20:00 Uhr, 24.12.2015: 9:00 – 12:00 Uhr, Eintritt frei)
Das Weihnachtscafé im Pfalzgewölbe sorgt freitags von 15:00 bis 18:30 Uhr und samstags und sonntags von 13:00 bis 18:30 Uhr (28.11.2015 – 06.01.2016) für das leibliche Wohl: Im historischen Ambiente werden Kaffee, Glühwein und hausgemachter Kuchen serviert.

Nach den Weihnachtsfeiertagen hat das Pfalzmuseum Forchheim noch zwei wichtige Termine im Angebot: Am 29. Dezember findet in der Innenstadt die Erlebnis-Führung „Die wilde Jagd in Forchheim – Bräuche in den Raunächten“ für Erwachsene von 20:00 bis 21:30 Uhr statt: „Wer hat Angst vor bösen Geistern? Wir werden sie vertreiben – ziehen Sie mit uns bei Fackelschein durch Forchheims dunkle Gassen. Halten Sie heiliges Räucherwerk parat, denn es gilt den Teufel auszutreiben. Erfahren Sie dabei so manches über die Bräuche der Altvorderen in den Tagen der Raunächte!“ Startpunkt ist der Innenhof des Pfalzmuseums, eine Teilnahme ist nur mit Voranmeldung möglich (09191/714-326). Kosten: pro Person 7,00 Euro.

Familien können am 2. Januar 2016 mit dem Nachtwächter durch die Innenstadt gehen: „Hört ihr Kinder und lasst euch sagen“ findet von 19:00 bis 20:00 Uhr statt und führt bei Laternenschein mit dem Nachtwächter durch dunkle Forchheimer Gassen: „Geheimnisvoll und schaurig wird es werden. Aber nur getrost, mit dem Nachtwächter, seiner Hellebarde und dem Rufhorn seid Ihr sicher und gewappnet, wenn Ihr so manch Spannendes aus früheren Tagen zu hören bekommt!“ Die Teilnahme ist nur mit Voranmeldung möglich (09191/714-326)und kostet 5,00 Euro pro Person. Treffpunkt ist der Innenhof des Pfalzmuseums.

  • Zeit: 28.11.15 – 06.01.16
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 15:00 – 18:30 Uhr, Samstag/Sonntag 13:00 – 18:30 Uhr. Geschlossen: 24., 25., 31.12.2015 + 1.01.2016.
  • Eintritt: 2,00 €; Kinder bis 6 Jahre frei
  • Weihnachtscafé: Freitag 15:00 – 18:30 Uhr, Samstag und Sonntag 13:00 – 18:30 Uhr

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