Vorträge zum Jubiläum „1000 Jahre Michaelsberg“ an der Universität

Klösterlicher Warenhandel und reges Bauwesen

Weinberg, Wald und Wiesen: Wer sich auf den Weg hinauf zum Michaelsberg macht, kann noch immer die ursprüngliche Struktur der Klosterlandschaft erkennen. Wie die Bamberger Benediktinermönche diese Kulturlandschaft genutzt und wie sie damit gewirtschaftet haben, thematisieren zwei Vorträge an der Universität Bamberg.

Am 15. Oktober spricht Andreas Schenker, Promovend am Lehrstuhl für Neuere Geschichte unter Einbeziehung der Landesgeschichte, über „Getreide für die Untertanen und Hopfen aus Böhmen. Der Warenhandel des Klosters Michelsbergs um 1700“. Der Historiker wertete die Haushaltsrechnungen des Klosters über einen Zeitraum von zehn Jahren aus und untersuchte für seine Forschungen über 4000 Einzelgeschäfte. Im Vortrag geht er den Fragen nach, welche Produkte eingekauft und verkauft wurden und zeigt, dass das Kloster neben lokalen Geschäftsbeziehungen auch Fernhandelskontakte pflegte, beispielsweise nach Tschechien.

Eine Woche später, am 22. Oktober, stellt Dr. Thomas Eißing, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Denkmalpflege, unter dem Titel „Der verbaute Wald“ verschiedene Aspekte der Baugeschichte und Bauholznutzung von St. Michael vor. Die beispielsweise im Dachgestühl verbauten Hölzer lassen nicht nur Rückschlüsse auf das Fälldatum eines Baumes und seine Herkunft zu, sondern spiegeln auch den Zustand des Waldes wider. Welche weiterführenden Informationen man aus den Bauhölzern herauslesen kann, zeigt Eißing in seinem Vortrag.

Die öffentlichen Vorträge beginnen jeweils um 19.30 Uhr im Raum MG1/00.04, Markusstraße 8a, und finden im Rahmen des Jubiläums „1000 Jahre Kloster Michaelsberg“ statt. Weitere Informationen zum städtischen Jubiläumsprogramm mit weiteren Veranstaltungen erhalten Sie unter www.stadt.bamberg.de/index.phtml?sNavID=1829.1013&La=1

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