Förderprogramme für Hausbesitzer und Bauherrn lukrativer denn je – über 30 Millionen Euro im Landkreis Forchheim investiert

Investitionen für energetische Gebäudesanierung oder den Bau effizienter Wohngebäude werden vom Staat mehr denn je gefördert. Manche Förderungen können sogar miteinander kombiniert werden, was einen weiteren Anreiz darstellt. Im Jahr 2014 wurden von der KfW-Bankengruppe im Rahmen von Förderprogrammen ca. 30 Millionen Zuschüsse und zinsverbilligte Darlehen für Bauherrn und Hauseigentümer aus dem Landkreis Forchheim für energieeffizientes Bauen und Sanieren bewilligt. Seitens des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind darüber hinaus für die Errichtung von Solarthermie-, Biomasse- und Wärmepumpenanlagen mehr als 350.000 Euro Zuschüsse an Landkreisbürger ausgezahlt worden.

Vortrag über Fördermittel am 08. Oktober

Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine neue effiziente Heizung einzubauen, die Fenster auszutauschen oder das Dach bzw. die Außenwände zu dämmen kann sich über die vielfältigen Anreizprogramme des Staates im Rahmen des Vortrags Fördermöglichkeiten für energetische Maßnahmen an bestehenden Wohngebäuden bzw. für den Neubau von Effizienzhäusern des Arbeitskreises Info-Offensive Klimaschutz informieren. Der Vortrag findet am Donnerstag, 08.10.2015 um 19.30 Uhr im Vereinshaus des FC Stöckach, Egloffsteiner Str. 11 in Stöckach, statt.

Christine Galster vom Büro Energie und Klima des Landratsamtes Forchheim wird dabei die verschiedenen Zuschuss- und Darlehensangebote des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, der KfW-Bankengruppe sowie das neue 10.000-Häuser-Programm des Freistaates Bayern vorstellen und die förderfähigen Maßnahmen erläutern. Außerdem gibt es hilfreiche Tipps zur richtigen Vorgehensweise, der rechtzeitigen Antragstellung und einige Beispielrechnungen. Um von den Förderprogrammen zu profitieren, ist es häufig notwendig, den Antrag bereits vor Auftragserteilung zu stellen.

Die Förderprogramme im Überblick

Das bayerische 10.000-Häuser Programm, das Ein- und Zweifamilienhausbesitzer unterstützt, fördert über den Heizanlagenbonus den Einbau von Öl- oder Gas-Brennwertheizungen, Holzheizanlagen und KWK-Anlagen mit bis zu 1.000 Euro. Bei zusätzlicher Nutzung von Solarthermie gibt es weitere Boni. Daneben gibt es einen Programmteil der besonders effiziente Neubauten, umfassend sanierte Bestandsgebäude oder den Einsatz innovativer Technik mit bis zu 9.000 Euro fördert.

Höhere Zuschüsse bei den KfW-Programmen

Über das KfW-Programm Energieeffizient Sanieren werden z. B. Einzelmaßnahmen, wie Einbau einer Öl- oder Gas-Brennwertheizung, die Erneuerung der Fenster und Außentüren sowie die Dämmung von Dachflächen, Geschossdecken oder der Außenwände gefördert. Bei der Zuschussvariante für Ein- und Zweifamilienhäuser beträgt die Förderung für Einzelmaßnahmen 10 % der förderfähigen Kosten; diese steigt bei umfangreicheren Sanierungsarbeiten auf bis zu 30 % an.
Bei der Kreditvariante des KfW-Programms Energieeffizient sanieren wird ein Tilgungszuschuss von 7,5 % auf die Darlehenssumme gewährt. Bei größeren Maßnahmen kann sich der Teilschulderlass auf bis zu 27,5 % erhöhen.

BAFA-Zuschüsse für Solarthermie, Holzheizungen, Wärmepumpen

Das BAFA fördert die Errichtung von Solarthermieanlagen, Holzpellet-, Stückholzvergaser- oder Hackschnitzelheizungen sowie Wärmepumpen. Neben der Basisförderung (500 bis 4.000 Euro, je nach Anlagenart) gibt es bei der Kombination verschiedener Anlagen oder beim Einbau besonders effizienter Techniken weitere Boni. Außerdem können Optimierungsmaßnahmen an bestehenden Heizungen bezuschusst werden.

Weitere Informationen, auch bei einer individuellen Beratung, erhalten Sie beim Büro Energie und Klima des Landratsamtes Forchheim, Tel. 09191 86-1025 oder klima@Lra-fo.de

Schreibe einen Kommentar