"Tag der Franken" soll den fränkischen Ideenreichtum zeigen

Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler

Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler

Was haben Blue Jeans, Wiener Würstchen, Entenhausen und der MP3-Player gemeinsam? Sie alle gehen auf die Innovationskraft und den Erfindergeist patenter Franken zurück. Dieser Ideenreichtum soll beim Tag der Franken 2016 herausgestellt werden, der unter dem Motto „Patente Franken – Fränkische Patente“ in ganz Franken veranstaltet wird. Der zentrale Festakt findet schließlich am Sonntag, 3. Juli 2016 in der Hofer Freiheitshalle statt.

„Wir Franken haben einen ausgeprägten Erfindergeist, der sich in zahlreichen Innovationen und Patenten wiederspiegelt. Beim Tag der Franken 2016 möchten wir dieses fränkische Merkmal in den Mittelpunkt stellen“, erläutert Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler den Gedanken, der sich hinter dem Motto „Patente Franken – Fränkische Patente“ versteckt. Zusammen mit dem Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, dem Bezirksheimatpfleger Prof. Günter Dippold und dem Hofer Kulturamtsleiter Peter Nürmberger wurde die Idee geboren, den Tag der Franken 2016 unter den gesamtfränkischen Innovationsgeist zu stellen.

Denn wie schon im Jahr 2013, als der Bezirks Oberfranken das letzte Mal für die Ausgestaltung dieses fränkischen Festtages zuständig war, soll der Tag der Franken auch im kommenden Jahr dezentral begangen werden. „Alle fränkischen Kommunen sind eingeladen, eine Veranstaltung unter dem Motto durchzuführen“, so der Bezirkstagspräsident. Er ruft alle Gemeinden, Städte und Landkreise, aber auch Vereine und Verbände dazu auf, sich in der Aktionswoche vom 27. Juni bis 2. Juli 2016 am Tag der Franken zu beteiligen.

„Dass unser Konzept einer dezentralen Veranstaltungsreihe aufgeht, haben wir im Jahr 2013 gesehen. Damals fanden über ganz Franken verteilt über 120 Veranstaltungen statt. Mit einer ähnlichen Anzahl an Ausstellungen, Vorträgen, Vorführungen oder anderer Präsentationsformen könnten auch die vielen fränkischen Patente und Schöpfungen stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden“, ist sich Bezirksheimatpfleger Prof. Günter Dippold sicher.

Vielen sei nicht bewusst, dass die Schöpferin des deutschsprachigen Entenhausen in Schwarzenbach an der Saale (Landkreis Hof) lebte, das MP3-Format maßgeblich durch den Waischenfelder Professor Heinz Gerhäuser entwickelt wurde oder der erste motorisierte Flugversuch durch den im mittelfränkischen Leutershausen geborenen Gustav Albin Weißkopf in Amerika stattgefunden haben soll. Der im oberfränkischen Berndorf geborene Carl von Linde als Erfinder des Kühlschranks oder Levi Strauss aus Buttenheim als Schöpfer der Blue Jeans seien dagegen schon mehr Menschen ein Begriff. So hätten viele fränkische Orte erfinderische Persönlichkeiten oder originelle Köpfe zu bieten, die es wert sind, vorgestellt zu werden, ist der Bezirksheimatpfleger überzeugt.

Gerade auch die Unternehmen können maßgeblich dazu beitragen, den fränkischen Innovationsgeist zu vermitteln. „Egal ob man in die Vergangenheit schaut oder aktuelle technische Entwicklungen beleuchtet, es gibt viele Möglichkeiten, sich am Reigen zum Tag der Franken 2016 zu beteiligen“, meint der Hofer Kulturamtsleiter Peter Nürmberger. Ein Tag der offenen Tür oder eine Betriebsführung könnten so ebenfalls das Programm bereichern wie eine vielleicht schon lange geplante Infotafel zu einer technischen Innovation. „Und alles soll Eingang finden in einen gesamtfränkischen Veranstaltungskalender“, so Nürmberger weiter.

Der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner unterstützt die Idee und freut sich bereits auf die große Abschlussveranstaltung am Sonntag, 3. Juli 2016 in Hof. Neben dem zentralen Festakt in der Freiheitshalle, zu dem auch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer eingeladen ist, wird der Tag der Franken 2016 auch durch weitere Veranstaltungen in der Saalestadt ausgiebig gefeiert. „Wir freuen uns nach Bamberg, Kulmbach und Bayreuth nun als vierte oberfränkische Stadt den zentralen Festakt zum Tag der Franken zu begehen. Ich rufe alle Vereine, Firmen und Privatpersonen dazu auf, ihre Ideen einzubringen und sich an der Ausgestaltung des Festtages zu beteiligen“, verspricht das Stadtoberhaupt ein buntes Programm. Neben einer Sonderausstellung im Museum Bayerisches Vogtland sei unter anderem ein Volksmusikfest an verschiedenen Standorten angedacht. Die weiteren Programmpunkte sollen sich in den kommenden Wochen und Monaten noch konkretisieren.

Eines ist jedoch jetzt bereits sicher: Sowohl Oberbürgermeister Harald Fichtner als auch Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler freuen sich darauf, die fränkischen Farben im kommenden Jahr zu vertreten. Je mehr Kommunen aus ganz Franken diesem Beispiel folgen, desto besser!

INFO:
Bei der Ausrichtung der zentralen Festveranstaltung, die 2006 ins Leben gerufen wurde um an fränkische Traditionen zu erinnern, wechseln sich die drei Bezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken im Jahresrhythmus ab. In Oberfranken fand die zentrale Festveranstaltung bisher in Bamberg (2007), Kulmbach (2010) und Bayreuth (2013) statt. Im Jahr 2013 wurden nach einem dezentralen Ansatz erstmals alle Kommunen in ganz Franken dazu aufgerufen, sich am Tag der Franken zu beteiligen.

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