Ausbau der ICE-Trasse im Landkreis Bamberg: „Wir wollen wissen, was los ist“

Die ab Januar 2016 geplante Sperrung der Bahnstrecke zwischen Kemmern und Zapfendorf im Zuge des Ausbaus der ICE-Trasse im Abschnitt Nürnberg Ebensfeld und die damit verbundenen Straßenbehinderungen werden voraussichtlich zu teilweise chaotischen Zuständen auf den Straßen im nördlichen Landkreis führen. Der Landkreis Bamberg ist jedoch nicht bereit, diese drastische Verschärfung für den Pendlerverkehr und die Schülerbeförderung ohne weiteres hinzunehmen.

Auf Initiative von Landrat Johann Kalb nahmen daher Industrie- und Handelskammer und Handwerkskammer als Vertreter der Wirtschaft und die Bürgermeister der betroffenen Landkreisgemeinden Breitengüßbach, Hallstadt, Kemmern, Rattelsdorf, Scheßlitz und Zapfendorf an einem Gespräch mit Vertretern der Deutschen Bahn am 24. Juli 2015 teil. Die Bahn informierte über den geplanten Ablauf ihrer Baumaßnahmen. Informationen wie nach Vorstellung der Bahn den drohenden Verkehrsbelastungen begegnet werden könne, blieben zunächst aus. Diese kündigte die Bahn für Anfang September 2015 an. Zwischenzeitlich hat der Landkreis Bamberg bereits Angebote von verschiedenen Verkehrsgutachterbüros eingeholt, um die Planungen der Bahn kritisch begutachten zu lassen.

Ähnlich besorgt, wie die Gemeindevertreter zeigten sich auch die Elternbeiratsvorsitzenden der Bamberger Gymnasien im Rahmen eines Gesprächs am 13. Juli 2015, denen Landrat und Zweckverbandsvorsitzender der Bamberger Gymnasien Johann Kalb seine volle Unterstützung zusagte.

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