Pachtvertrag für die Aufseß an der Lehranstalt für Fischerei wurde verlängert

Bachsafari und Artenschutz an der Aufseß – Kooperation zwischen Fischereiverband und Bezirk Oberfranken

Der Pachtvertrag für die Aufseß an der Lehranstalt für Fischerei wurde kürzlich verlängert. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag haben der Bezirk Oberfranken und der Bezirksfischereiverband im Rahmen des Aufseßer Fischerfestes abgeschlossen.

Der Präsident des Bezirksfischereiverbandes, Friedrich Schmauser und Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler unterzeichneten das Dokument in der Lehranstalt für Fischerei. „Ohne diesen Pachtvertrag könnten wir unsere erfolgreichen Artenschutzprogramme für bedrohte heimische Fischarten nicht fortführen – denn dann würden Tausende von Besatzfischen (Bachforelle und Äsche) in Oberfranken fehlen. Außerdem wäre es nicht möglich, einer breiten Öffentlichkeit gezielt das Leben direkt im und am Wasser nahezubringen, wie wir es mit unserer Bachsafari tun“, dankte der Bezirkstagspräsident dem Fischereiverband für die Kooperation. Durch die Kooperationsvereinbarung können weiterhin aus dem ca. drei Kilometer langen Fischereirecht an der Aufseß Laichfische von Bachforelle und Äsche entnommen werden, um damit ökologisch und genetisch angepasste Jungfische für das oberfränkische Mainsystem zu erzeugen.

Diese Fische werden im Rahmen von Artenhilfsprogrammen des Bezirksfischereiverbandes Oberfranken gezielt in geeignete Gewässer ausgesetzt – ein wichtiger Beitrag zum Fischartenschutz.

Zusätzlich wird das Fischereirecht für Demonstrationsabfischungen und Gewässeruntersuchungen genutzt, besonders der im Jahr 2010 angelegte „Safaribach“. Dort kann jeder, ob jung oder alt die heimische Unterwasserwelt erkunden. „Mit unseren „Bachsafaris“ wollen wir Begeisterung für die heimische Gewässerwelt und unsere Fische schaffen – nur was wir kennen und schätzen, werden wir auch zukünftig schützen“, sagte Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler.

Die Lehranstalt für Fischerei in Aufseß ist Beispielbetrieb, Bildungs- und Forschungseinrichtung. Schwerpunkt ist neben der Aus- und Fortbildung der heimischen Fischer und Teichwirte auch der Fischartenschutz. Die Anlage selbst besteht aus zehn Teichen, einem Fließkanal und sechs Rundbecken sowie verschiedenen Versuchsbecken und Hälteranlagen, einem Bruthaus und einem kleinen Museum. Die Gesamtwasserfläche beträgt über 10.000 Quadratmeter. Am Standort wurde bereits im 14. Jahrhundert Fischerei und Teichwirtschaft betrieben.

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