E-Mobilität: Oberfranken gestaltet "Energiewende auf Rädern"

IHK-Präsident Trunk und Vizepräsident Möschel schreiben an Sigmar Gabriel

Oberfranken schreitet mit gutem Beispiel voran, jetzt muss Berlin nachziehen: In einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel geben IHK-Präsident Heribert Trunk und IHK-Vizepräsident Michael Möschel der Bundesregierung konkrete Anregungen mit auf den Weg, damit der Absatz von Elektroautos in Deutschland endlich Fahrt aufnimmt. Denn die Konferenz der Bundesregierung zur Elektromobilität in dieser Woche enttäuschte die Vertreter der IHK für Oberfranken Bayreuth, schließlich wurden dabei keine konkreten Anreize zum Kauf von Elektroautos in Aussicht gestellt. „So wird es schwierig, bis 2020 das angepeilte Ziel von einer Million E-Autos auf deutschen Straßen zu erreichen“, sagt Heribert Trunk.

Es sind nicht die ersten Anregungen aus Oberfranken, die die „Energiewende auf Rädern“ ins Rollen bringen sollen: Über mögliche Anreize zur Förderung der Elektromobilität hatte sich das Präsidium der IHK für Oberfranken Bayreuth bereits im September 2014 mit dem Minister bei einem Besuch in Berlin ausgetauscht. „In der Zwischenzeit hat Oberfranken weitere Anstrengungen unternommen, um dieses für die Wirtschaft und die Gesellschaft wichtige Thema voranzutreiben“, schreiben Möschel und Trunk. So findet etwa am 18. Juni das „1. Zukunftsforum e-Mobility Oberfranken“ statt – mehr als 100 Vertreter von Kommunen, Behörden und Unternehmen sind dabei. Michael Möschel geht als Geschäftsführer seiner Kulmbacher Verkehrsakademie selbst voran und hat bereits drei Elektroautos in seinem Mietwagenpark, stellte auch auf der Kulmbacher Automesse kürzlich seine E-Autos aus, ließ die Besucher Probe fahren. Doch was die Rahmenbedingungen angeht, ist nun vor allem die Politik gefragt, sonst rücke das Ziel von einer Million elektrisch angetriebener Autos in fünf Jahren in weite Ferne. Denn insgesamt waren Ende Mai dieses Jahres nur gut 22.000 reine E-Autos in Deutschland unterwegs.

Ein erster Schritt: Die Dienstwagenbesteuerung für Elektrofahrzeuge soll neu geregelt werden, so die Anregung aus Oberfranken. Für Mitarbeiter sei es nicht attraktiv, ihren elektrisch angetriebenen Dienstwagen auch privat zu nutzen, denn sie zahlen dafür wegen des höheren Anschaffungspreises eines E-Autos mehr Steuern, als etwa bei einem Dieselfahrzeug. Die IHK für Oberfranken Bayreuth schlägt dem Minister daher bei Elektroautos eine Besteuerung von lediglich 50 Prozent des Bruttolistenpreises mindestens bis 2020 vor. Möschel: „Das wäre für viele ein echter Anreiz!“

Möschels Idealvorstellung sieht so aus: Bei der Ankunft in der Firma kommt das Auto am Morgen an die Ladestation, nach acht Stunden Arbeit ist der Akku voll aufgeladen – und der dafür benötigte Strom wird umweltfreundlich durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Unternehmens erzeugt. „Immerhin stehen diese Autos während der sonnenreichsten Stunden des Tages auf den Betriebsparkplätzen der Unternehmen“, betont Möschel. Er würde sich jedoch wünschen, dass dieser Strom, der nicht ins öffentliche Netz eingespeist wird, von der EEG-Umlage befreit würde. „Im Gegenzug entlastet diese Lösung ja auch die teils noch sehr ausbaufähige Infrastruktur zum Aufladen von E-Autos.“

Die geplanten Verbesserungen bei den Abschreibungsmöglichkeiten für Elektroautos allein reichen als Anreiz jedenfalls nicht aus, sind sich Möschel und Trunk einig, denn mehr als 70 Prozent aller in der gewerblichen Wirtschaft und im Handwerk genutzten Fahrzeuge seien heute schon geleast oder gemietet – statt aller Unternehmen würden nur Banken und Leasingunternehmen profitieren, in deren Anlagevermögen sich die Autos befinden und abgeschrieben werden können.

Der Region Oberfranken ist der Erfolg der e-Mobility-Ziele der Bundesregierung wichtig, daran lassen Möschel und Trunk keinen Zweifel aufkommen: „Immerhin haben viele traditionelle Unternehmen aus dem Bereich der Textilindustrie und des Maschinenbaus den Strukturwandel in Oberfranken durch ihre Orientierung zum Technologielieferanten der Automobilindustrie geschafft.“ Die IHK lädt den Bundeswirtschaftsminister zu einem Gedankenaustausch nach Oberfranken ein und erneuert ihr Angebot, sich mit der eigenen Expertise und der der Mitgliedsunternehmen in weitere Überlegungen zum Thema E-Mobilität einzubringen.

4 Antworten

  1. Ferenc sagt:

    Die Änderung des Antriebs im Automobil hat mit Energiewende absolut nichts zu tun. Erst die Art der Primärenergie entscheidet über den Erfolg des Umsteuerns.

    Das Automobil ist nach wie vor die unter Energieaspekten ineffizienteste, also am meisten ressourcenverschwendende Form der Mobilität. Daran änderte selbst eine hundertprozentig aus Sonnenergie gespeiste Versorgung nichts – nicht Photovoltaik, nicht Windstrom, nicht Biogas. Selbst der mit hohem Wirkungsgrad arbeitende Elektromotor verbessert die Bilanz nicht, da die Umwandlungsverluste schon vorher auftreten und zudem oft sinnlos viel Masse bewegt wird.

    Daß – vielleicht mit Ausnahme der innerörtlichen Lärmbelastung – alle negativen Auswirkungen des motorisierten Individualverkehrs (Flächenverbrauch, Landschaftszerschneidung, Unfallrisiko, …) mit dem Elektroauto erhalten bleiben, sei der Vollständigkeit halber angeführt.

    Der „regenerativ“ gewonnene Strom sollte daher erstrangig dort eingesetzt werden, wo er höheren Nutzen bringt.

    Bei allen Sachzwängen, die – vielfach bewußt geschaffen – die Autonutzung erforderlich machen, bleibt ein großes Umstiegspotential. Die „klassischen“ Verkehrsmittel des Umweltverbunds, Gehen, Fahrrad, Bahn und Bus intelligent vernetzt, können einen erheblichen Teil des Mobilitätsbedarfs abdecken. Verbesserungen im Angebot schaffen weitere Möglichkeiten.

    Im Bereich des Fahrrads feiern die Elektromobilität – und hier begrüßenswerterweise – seit Jahren fast unbemerkte Erfolge. Jährlich werden hunderttausende elektrisch unterstützter Räder verkauft. Mehr als zwei Millionen sind längst auf Deutschlands Straßen unterwegs. Nach mehreren Kilometern unverschwitzt ins Büro, der bislang als nahezu unbezwingbar angesehene „Hausberg“ locker erklommen – längst kein utopischer Traum mehr.

    Doch geeignete Abstellmöglichkeiten im öffentlichen Raum, die ein gegen Diebstahl sicheres Anschließen ermöglichen, sind absolute Mangelware. Der überwiegende Teil der Verkehrsinfrastruktur behindert (und gefährdet) schon das normale Fahrrad – für die Pedelecs ist sie absolut ungeeignet.

    Wo bleiben hier die politischen Initiativen, Herr Trunk, Herr Starke, Herr Seehofer, Frau Merkel?

  2. AntiGravEinheit@gmx.de sagt:

    @Ferenc: Die Art des Antriebs hat sehr wohl (auch, nicht nur) mit der Energiewende zu tun. Das aber in einem Kommentar zu erklären, funktioniert nicht, dazu muß man schon sehr umfassend werden.
    Wußten Sie z.B., daß für die Herstellung eines einzigen Liters Benzin in etwa die Menge an Strom benötigt wird, mit der ein kleines E-Fahrzeug genau die Strecke fahren kann wie ein kleines Fahrzeug mit Verbrennungsmotor mit diesem Liter Benzin?

    Bei den negativen Auswirkungen, die bei der E-Mobilität wegfallen, haben Sie die Geruchsbelästigung und Feinstaubbelastung vergessen. Mir konnte z.B. noch niemand einen wirklich funktionierenden Dieselrußfilter im PKW zeigen, der auch unter Belastung das tut, was er tun sollte. Bremsstaub fällt bei E-Fahrzeugen bei normaler Fahrweise praktisch nicht an.

    Was das Radfahren, egal ob mit E oder nicht, betrifft: Ich gebe Ihnen meinen Rücken im aktuellen Zustand. Dann fahren Sie damit Fahrrad. Und dann sprechen wir uns wieder, wenn Sie es geschafft haben, die Treppe hochzukriechen.
    Außerdem bin ich inzwischen in einem Alter, in dem ich nicht mehr gerne naß werde, wenn ich unterwegs bin.

    Und Öffis, hm … derzeit zu unflexibel, vor allem viel zu teuer, außerdem nicht zuverlässig genug. Vielleicht ist das viele Stehen am Bahnhof beim Warten auf den Zug, der irgendwann mal kommt oder vielleicht auch nicht, der Grund für meine Rückenprobleme … oder das viele Radfahren früher …

  3. Ferenc sagt:

    @AntiGravEinheit

    Beleuchtet man jedes Detail einer Fragestellung ausführlich, wird einem Ausschweifigkeit vorgeworfen. Konzentriert man sich aber auf die Schwerpunkte der aktuellen Diskussion, greift sofort irgendjemand die der Kompaktheit zuliebe zurückgestellten Aspekte auf und an.

    Der Vergleich des benzin- mit dem elektrobetriebenen Fahrzeug betrifft die Energieeffizienz, nicht aber die Energiewende – wobei, um nicht wieder eine Argumentationslücke offen zu lassen, die Wende ohne effiziente Nutzung nicht funktionieren kann.

    Für die Energiewende ist wesentlich, wie der Strom erzeugt wird.

    Es wäre auch ein Irrtum zu glauben, der Umstieg auf E-Autos begünstigte verbrauchsgünstige Kleinwagen. Die derzeitige Tendenz weist in genau die entgegengesetzte Richtung: „Ausgerechnet ein SUV ist das mit Abstand meistverkaufte Elektrofahrzeug in Europa. Auf den Plug-In Mitsubishi Outlander entfallen fast 27 Prozent aller E-Autoverkäufe“ (http://www.vcd.org/pressemitteilung+M5803403afd0.html).

    „Bremsstaub fällt bei E-Fahrzeugen bei normaler Fahrweise praktisch nicht an“? Was ist normale Fahrweise. Wenn es das ist, was ich täglich beobachte, wird es auch bei Elektroautos nicht ohne Bremsstaub abgehen. Aber das war auch nicht der Punkt – ich hatte ausdrücken wollen, daß die grundlegenden Probleme des autodominierten Verkehrssystems naturgemäß erhalten bleiben, wenn das System, wenn die Autodominanz bleibt.

    Wenn ich schreibe, der Umweltverbund könne einen erheblichen (!) Teil des Mobilitätsbedarfs abdecken, erhebt das selbstverständlich keinen Vollständigkeitsanspruch – der diesbezügliche Vorwurf geht daher voll ins Leere. Und was wollen Sie damit ausdrücken? Soll wie bisher ignoriert werden, daß die Nutzer des elektrisch unterstützten Fahrrads ungeachtet stark steigender Nachfrage durch die Rahmenbedingungen behindert, ausgebremst und gefährdet werden – wie „normale“ Radler es seit Jahrzehnten nicht anders kennen?

    Daß öffentliche Verkehrsmittel generell zu teuer wären, kann ich nicht unterstreichen. Nichtsdestoweniger wirken gerade Preise für verhältnismäßig kurze Strecken durchaus manchmal abschreckend – wenngleich ein ehrlicher Vergleich mit den Autokosten auch da manches (zugegeben: nicht alles, vor allem, wenn man tatsächlich ein eigenes Auto braucht) relativiert. Das Problem ist, daß die externen Kosten des Autoverkehrs nicht von den Verursachern zu tragen sind, sondern Dritten resp. der Allgemeinheit aufgebürdet werden.

    Unflexibel und unzuverlässig stimmt zum Teil, beruht aber auf politisch gesetzten – und damit beeinflußbaren – Vorgaben. Solange indes die Autolobby sofort laut aufschreit, wenn sie nur kleinste Zugeständnisse machen soll, Bahn- und Buskunden aber selbst angesichts eklatanter Mißstände lediglich leise grummeln und verärgert das Auto nehmen, wird die politische Kaste keinen Anlaß zur Kursänderung erkennen.

    Zum Schluß noch: Ich fahre nahezu täglich mit dem Fahrrad. Sollte ich im Jahr tatsächlich fünfmal naß (im Sinn von durchnäßt) werden, habe ich schon außergewöhnliches Pech. Dieses Problem wird meist weit überschätzt. Und abgesehen davon – vorausgesetzt, Radfahren ist auf Grund der körperlichen Voraussetzungen möglich: Neben dem Allwetter- gibt es auch den Schönwetterradler, der ggf. eben auf die „Öffis“ oder, wenn erforderlich, das Auto umsteigt. Das nennt sich multimodal und kann durchaus als „intelligente Wahl des Verkehrsmittels“ eingestuft werden.

    Die Lösung ist weder „alles fürs und mit dem Auto“ noch „radikales Verbot des Autos“. Das für den jeweiligen Zweck geeignete Verkehrsmittel bei attraktiven Rahmenbedingungen der umwelt-, menschen- und ortsverträglichen Mobilitätsformen wäre ein gewaltiger Fortschritt gegenüber dem Status quo.

  4. AntiGravEinheit@gmx.de sagt:

    @Ferenc: Ich weiß ja nicht, woher der VCD (dem glaube ich unbewiesen sowieso nicht viel, er hat in E-Fahrerkreisen auch kein gutes Meinungsbild) seine Zahlen hat, aber laut KBA sieht das zumindest für das Jahr 2014 ganz anders aus. Da rangeirt der Outlander PHEV nur auf Platz 5 hinter i3, Smart ED, Zoe und e-Up. Daß der Outlander PHEV vergleichsweise beliebt ist, mag daran liegen, daß es auch für das PlugIn-Modell eine Hängerkupplung gibt – im Gegensatz zu den meisten (bzw. sogar fast alle) anderen E-/PlugIn-Fahrzeugen.

    Es ist richtig, daß E-Fahrzeuge nicht dazu führen werden, daß es weniger Staus gibt. Aber die Emissionsbelastung ist doch erheblich geringer. In meiner Heimatstadt mag ich mich in den Außenbereich mancher Lokalität schon gar nicht mehr begeben, weil in <5m-Abstand die Fahrzeuge vorbeifahren. Man sollte das Rauchverbot in Gaststätten auch auf die vorbeifahrenden Fahrzeuge ausweiten. 😉

    Was die Preise der Öffis betrifft im Vergleich zum Gebrauch von E-Fahrzeugen:
    Mein persönlicher(!) Fall ist so, daß ich unter Einbeziehung von Veschleiß, höherer Versicherungsprämie wegen der Mehrkilometer etc. für eine Arbeitspendelstrecke (20km einfach, sicherer Parkplatz 50m vom Büro entfernt inklusive) ca. 50 Cent mit dem E-Auto bezahle. Die gleiche Leistung mit den Öffis würde mich unter Inanspruchnahme des günstigsten Tickets und sämtlicher parallel möglicher Vergünstigungen ca. 4.30 Euro kosten. Also mehr als der 8fache Preis. Vom zeitlichen Mehraufwand mit den Öffis will ich erst gar nicht anfangen.
    Für die gut 10000km, die ich in diesem Jahr bisher mit meinem E-Fahrzeug gefahren bin, habe ich noch keine 40 Euro an "Treibstoff" ausgegeben – und ich habe nichtmal eine eigene PV-Anlage (dann wäre es vielleicht sogar mehr, weil ja deren Kosten in die Kilometerpreis einfließen müßten).

    Radfahren, ja, zu meinen besten Zeiten bin 10000-12000km jährlich gefahren, davon allein rund 8000km Arbeitsweg. Unterm Strich war das auch nicht günstiger als mit den Öffis, die Wartungskosten mit den Verschleißteilen sind doch relativ hoch gewesen.
    Naß geworden bin damals ziemlich häufig, sicherlich einmal die Woche im Schnitt.
    Bevor ich jedenfalls wieder auf die Öffis setze (aktuell wegen der Baumaßnahmen auf meiner potenziellen Strecke ohnehin indiskutabel), muß sich hier gewaltig was ändern. Und damit meine ich keineswegs, daß einem das Leben als Autofahrer schwerer gemacht wird, sondern ich meine damit, daß sich die Öffis für den Pendler deutlich verbessern müssen. Z.B. kostenlose Fahrradmitnahme (wäre mit dem günstigsten Ticket nicht möglich), andernfalls bräuchte ich zwei Fahrräder und am Abend sind es dann nur noch 1.5 Fahrräder; Fahrradmitnahme überhaupt möglich (nicht jeder Regionalzug, der hier vorbeikommt, hat die Möglichkeit); Zuverlässig!!!!! muß er sein. Und dann gibt es noch ein paar Sachen, die ich persönlich nicht abkann, denen man sich in Öffis aber meistens nicht entziehen kann. Durchexerziert habe ich das alles schon, ich hatte 12 Jahre lang ein Umweltjahresabo – und dann einfach die Schnauze voll von Verspätungen, Ausfällen, Streiks und Ungewissheit, wie und wann ich nach Hause oder auf Arbeit komme. Dann etwas mehr als 5 Jahre Fahrrad (war in aller Regel schneller als mit den Öffis), bis mich ein Autofahrer reichlich unsanft runtergeholt hat. Dank Helm habe ich überhaupt überlebt und auf Grund meiner damaligen robusten Konstitution ging es für den restlichen Körper weitgehend glimpflich aus. Aber seitdem geht es so nicht mehr mit dem Rad, nur noch kurze Strecken. Tja, und jetzt fahre ich E-Auto.
    Bei Langstrecken sieht das mit Zug/Bus und Preis-Leistungsverhältnis durchaus anders aus.

    Energiewende und effiziente Energienutzung: Klar, gute Effizienz ist besser. Aber was ist denn das Problem heute schon? In den Zeiten, in denen die EE Spitzenlasten erzeugen, gibt es doch heute schon kaum sofortige Abnehmer. Und was erlebe ich jetzt schon oft? Bevor irgendein PV-Altanlagenbesitzer (Vergütungsgarantie schon ausgelaufen) seinen Strom für wenige Cent an den Versorger liefert oder gar ins Nirvana verbrät, damit er die EEG-Umlage nicht bezahlen muß, oder der Neuanlagenbesitzer nur die ~12 Cent bekommt, verkauft er den Strom für 15 oder 20 Cent an den E-Mobilisten, der vorbeikommt. Sie wären erstaunt, wie häufig es solche Möglichkeiten gibt.
    Was bedeutet das? Man muß sich Gedanken über vernünftige Speicherlösungen machen. Und irgendwann ist man mit den EE soweit, daß es egal ist, ob man bundesweit gesehen 10% oder 20% mehr oder weniger Strom verbraucht hat, weil es schlichtweg egal ist, ob man den Sonnen-/Wind-/Wasser- usw. Strom nun benötigt hat oder nicht.
    Bei einem vernünftigen Gesamtkonzept steht einfach immer ausreichend Energie zur Verfügung – unabhängig von fossilen Energieträgern, die man dann nicht mehr braucht. Es wird allerdings noch dauern, bis das mal soweit kommt, es muß erst ein Umdenken stattfinden. Bei der Politik, die sich von der Lobby lossagen muß und etwas weiter als bis zu nächsten Wahl denkt, als auch bei den Menschen, die nur allzuhäufig nach dem Motto verfahren "Wasch mich, aber mach mich nicht naß." (EE ja, aber die Windräder, Solaranlagen etc. bitte woanders aufbauen).

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