Dampfbahn Fränkische Schweiz in der Motivdatenbank „Filmkulisse Bayern"

"Unsere Mütter, unsere Väter" war eine der aufwändigsten Filmproduktion des ZDF, die in der Fränkischen Schweiz gedreht wurden. Die Dampfbahn diente als Kulisse bei einem Überfall auf den Zug. Bildautor: Uli Bahr / DFS

„Unsere Mütter, unsere Väter“ war eine der aufwändigsten Filmproduktion des ZDF, die in der Fränkischen Schweiz gedreht wurden. Die Dampfbahn diente als Kulisse bei einem Überfall auf den Zug. Bildautor: Uli Bahr / DFS

Die Museumsbahn Ebermannstadt – Behringersmühle ist ab sofort in der Motivdatenbank des Internet-Portals „Filmkulisse Bayern“ vertreten. „Unsere Dampfbahn war bereits häufig Drehort für namhafte Filmproduktionen. Deshalb sind wir gern der Empfehlung unseres Landtags-Abgeordneten Michael Hofmann sowie des Staatssekretärs im Bayerischen Wirtschaftsministerium, Franz Josef Pschierer, gefolgt, die Museumsbahn als Location registrieren zu lassen“, betonte Siegfried Fuchs, Vorsitzender des Vereins „Dampfbahn Fränkische Schweiz e.V.“ (DFS).

Die Aufnahme in das Portal setze ein doppeltes Signal: Einerseits erhöhe sie die Anziehungskraft der Fränkischen Schweiz für diejenigen, die gern Drehorte bekannter Filme kennen lernen. So wurden beispielsweise 2011 sämtliche Eisenbahn-Szenen des ZDF-Dreiteilers „Unser Mütter – unsere Väter“ unterhalb der Ruine Neideck am Weiler Haag gedreht. 2009 war das Drehteam von „Soldiers of War“ auf der Museumsstrecke zu Gast und auch Szenen der Filme „Die Erntehelferin“ (2007) sowie „Der Schatz der weißen Falken“ (2005) entstanden auf der Museumsbahn im Wiesenttal. Der jüngste Dreh war die 2013 entstandene ARD-Produktion „Ein blinder Held – Die Liebe des Otto Weidt“.

Vor allem aber biete die Aufnahme in die Motivdatenbank Chancen für die Zukunft: „Unsere Museumsbahn verfügt nicht nur über einen historischen Fahrzeugpark, der für Produktionen, die in der Zeit der 1920er bis 1960er Jahre spielen, ideal ist. Das große Plus unserer Museumsbahn liegt für Filmemacher darin, dass sie auf unserer Strecke unter der Woche ohne planmäßigen Zugverkehr völlig ungestört arbeiten können“, unterstrich Fuchs. „Und wer einmal erlebt hat, mit welchem Tross Filmproduktionen unterwegs sind, dem braucht man nicht lange zu erklären, dass sich damit auch positive wirtschaftliche Effekte für die Region ergeben“, ergänzte Fuchs.

Dabei setzt die DFS wie im Tourismus auch bei Filmproduktionen auf die Vernetzung in der Region: “Nicht nur unsere Museumsbahn, sondern auch alte Schlösser und Burgen, historische Ortskerne und nicht zuletzt die herrliche Landschaft machen die Attraktivität der Fränkischen Schweiz für die Film- und Fernsehbranche aus,“ ist sich Fuchs sicher. Sehr dankbar sind die Museumsbahner der Marktgemeinde Wiesenttal als Eigentümerin der Bahnhofsgebäude in Streitberg und Muggendorf für ihre Bereitschaft, diese ebenfalls als Locations anzubieten. „Das Naturpark-Informationszentrum im Bahnhof Muggendorf ist auch in dieser Hinsicht ein Juwel“, so Fuchs. Die DFS würdige aber auch, dass sich die Gemeinde um den Erhalt des Bahnhofes Streitberg kümmere, wie man am neu gedeckten Dach erkennen könne.

Wer mit Dampf die Locations erkunden möchte, hat am Pfingstsonntag erneut die Gelegenheit. Ab Ebermannstadt fährt die Dampfbahn um 10.00 Uhr und 14.00 Uhr. Bespannt werden die Züge von der mittlerweile nahezu 85-jährigen Dampflok der Bauart ELNA 6. Um 16.00 wird der Museumszug von einer für die Strecke in den 1950er Jahren typische Diesellok der Baureihe V 36 gezogen. Jeweils eine Stunde später beginnt die Rückfahrt der historischen Züge ab Behringersmühle.

Am Pfingstmontag werden alle Züge zu den selben Fahrzeiten von der historischen Diesellok V36 123 bespannt, die in diesem Jahr stolze 75 Jahre alt wird.

Und hier noch der Link zur „Filmkulisse Bayern“ und dem neuen Eintrag der DFS:

http://www.bayern.by/filmkulisse-datenbank/a-3241

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