Festakt: 1000 Jahre Kloster Michaelsberg

Abschluss Investitionsprogramm Nationale UNESCO-Welterbestätten 2009 bis 2014

Auf dem Weg zur Villa Schröpel am Michaelsberg, in der Mitte Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks sowie Erzbischof Ludwig Schick

Auf dem Weg zur Villa Schröpel am Michaelsberg, in der Mitte Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks sowie Erzbischof Ludwig Schick

Die Stadt Bamberg steht vor der schwierigen Aufgabe, Baudenkmäler zu erhalten, die einen großartigen kulturellen und baulichen Schatz darstellen. Eines dieser Baudenkmäler ist die ehemalige Benediktinerabtei mit der Abteikirche St. Michael, die seit 1000 Jahren die Stadtsilhouette bestimmt. Die Klosteranlage thront – ähnlich majestätisch wie das Mutterkloster der Benediktiner, Monte Cassino in Italien – hoch über der Stadt auf dem Michaelsberg und ist weit in das Main- und Regnitztal sichtbar. Zum Kloster gehört eine barocke Gartenanlage, die den Übergang von der Altstadt in die historische Kulturlandschaft markiert. Am Montag (11.05.2015) fand ein Festakt anlässlich des Abschlusses der Sanierungsmaßnahmen „Investitionsprogramm Nationale UNESCO-Welterbestätten 2009 – 2014“ mit Erzbischof Ludwig Schick, Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks, Staatsministerin Melanie Huml, Staatsminister Joachim Herrmann, Oberbürgermeister Andreas Starke, Generalkonservator Dipl.–Ing. Mathias Pfeil und vielen weiteren Gästen statt.

2009 hatte der Bund das „Investitionsprogramm nationale UNESCO-Welterbestätten“ ins Leben gerufen. Ein erneuter Programmaufruf startete 2010. Bamberg bewarb sich in beiden Jahren mit gut vorbereiteten, wichtigen Vorhaben und wurde vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Obersten Baubehörde mit Nachdruck unterstützt. Mit dem Festakt sollte der Abschluss dieser großen Sanierungsmaßnahme gefeiert werden.

„Nur durch die Mittel des „Investitionsprogramms nationale UNESCO-Welterbestätten“ des Bundes war es der Bürgerspitalstiftung möglich, während der Jahre 2009 bis 2014 die Finanzierung der Restauration von Fassaden und Mauern in Angriff zu nehmen“, betonte Oberbürgermeister Andreas Starke. An der Finanzierung beteiligten sich im Rahmen dieses Programms auch die Oberfrankenstiftung, die Bayerische Landesstiftung sowie der Entschädigungsfonds Bayern.

Die ebenfalls im Rahmen dieses Programms durchgeführten umfangreichen Untersuchungen erbrachten aber leider auch die Gewissheit, dass neben den Fassaden und Mauern auch die Abteikirche mit ihrem einsturzgefährdeten „Himmelsgarten“ stark sanierungsbedürftig ist. Für die Gesamtsanierung der Klosteranlage St. Michael steht ein Gesamtinvestitionsvolumen von voraussichtlich 50 Mio. Euro im Raum. Von diesen 50 Mio. Euro konnten dankenswerterweise mit Hilfe des „Investitionsprogramms nationale UNESCO-Welterbestätten“ Maßnahmen mit einem Aufwand von 5,3 Mio. Euro umgesetzt werden. Somit sind noch rund 45 Mio. Euro abzuarbeiten, um die Klosteranlage für den Beginn der nächsten 1000 Jahre zu ertüchtigen.

Weitere geförderte Vorhaben im Rahmen des Investitionsprogramms waren in Bamberg unter anderem: St. Elisabeth, St. Getreu, das Themenfeld Urbaner Gartenbau, die privaten Vorhaben Tocklergasse 1 und St. Johannis, sowie der Umbau und die Sanierung des ehemaligen Waisenhauses zu einer Jugendherberge, als Projekt der Stadtbau GmbH.

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