Aufnahme der LAG Region Bamberg e. V. ins EU-Förderprogramm LEADER 2014-2020

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Region Bamberg e. V. kann wieder Fördermittel aus dem LEADER-Programm beantragen

Der Frensdorfer Badesee ist eines der LEADER-Projekte der vergangenen Förderperiode. Foto: LAG

Der Frensdorfer Badesee ist eines der LEADER-Projekte der vergangenen Förderperiode. Foto: LAG

„Ich freue mich sehr, dass es uns und der LAG Region Bamberg wieder gelungen ist, das Auswahlgremium des Ministeriums mit unserer Lokalen Entwicklungsstrategie zu überzeugen. Jetzt stehen uns Fördermittel in der Größenordnung von 1,4 Mio. € zur Verfügung, die direkt in unseren Landkreis und in viele Projekte fließen können“, so der Vorsitzende, Landrat Johann Kalb, als ihn am vergangenen Montag die gute Nachricht aus München erreichte. Der Bescheid des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten über die erneute Anerkennung als Lokale Aktionsgruppe für die neue Förderperiode. Mit dieser Anerkennung wird es wieder möglich, Fördermittel aus dem LEADER-Programm der EU in die Region Bamberg zu holen. Damit können nun unterschiedlichste innovative Projekte gestartet werden, die alle der Weiterentwicklung des ländlichen Raums dienen.

Die Lokale Entwicklungsstrategie (LES) ist das zentrale Element im Rahmen der LEADER-Förderung. In ihr sind die Ziele verankert, die sich die Region unter der Beteiligung der Öffentlichkeit für die nächsten Jahre gesetzt hat. Diese Ziele befassen sich mit den Themen „Erholung und Gesundheit unterstützen und fördern“, „Heimat und Ökonomie vernetzen und weiterentwickeln“ sowie „Teilhabe, Kultur und Lernen ausbauen und stärken“. Die Ziele sollen nun durch die Umsetzung konkreter Projekte schrittweise erreicht werden. In der vorliegenden LES sind bereits erste Projekte festgeschrieben, so z. B. die Einrichtung eines Mehrgenerationenspielplatzes in Rattelsdorf oder die Schaffung eines Wanderleitsystems in der Fränkischen Schweiz.

„Was mir an diesem Förderprogramm besonders gefällt, ist, dass LEADER die Bürgerbeteiligung in den Vordergrund stellt. Das heißt, die Bevölkerung soll ihre Ideen aktiv einbringen“ so Kalb. Bottom-up nennt sich dieses Prinzip, was nichts anderes bedeutet, als dass die Projekte „von unten“ aus der Bevölkerung initiiert werden und nicht von der Verwaltung oder anderen öffentlichen Stellen, also „von oben“, vorgegeben werden. Unterstützt werden die Projekte und ihre Träger durch das Management der LAG, das bei der Antragstellung, Umsetzung und Abrechnung hilfreich zur Seite steht. Projekte aus der abgelaufenen Förderperiode waren beispielsweise der kürzlich eröffnete Auenweg Obermain, die einheitliche Beschilderung der touristischen Radwege im Landkreis, die Einrichtung des Schulbauernhofs Heinershof, der Streuobstlehrpfad in Lauf oder die Sicherung der Fossilienfunde im Steinbruch Wattendorf.

Die offizielle Übergabe der Anerkennungsurkunde durch Staatsminister Helmut Brunner findet am 13. Mai in München statt.

Weitere Informationen zur LAG Region Bamberg e. V., den Projekten und Fördermöglichkeiten durch Leader unter www.regionbamberg.de

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